Samenfreie Bohnenschalen, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Phaseoli Pericarpium, Phaseolus Vulgaris L., Bohne, Budenbohne, Buschbohne, Gartenbohne, Samenfreie Bohnenhülsen, Gartenbohnenhülsen
Teeaufguss:
1 Esslöffel Bohnenschalentee mit ca. 250 ml kaltem Wasser übergießen, zum Kochen bringen (3-5 Minuten) und dann abseihen.
Hinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen!
Geschmack und Einordnung
Bohnenschalen ergeben im Aufguss eine eher zurückhaltende, strohgelbe Tasse. Aromatisch wirkt das Kraut mild und pflanzlich, mit einer leichten Heu Note und einer sanften, fast unaufdringlichen Süße im Hintergrund. Genau diese Zurückhaltung macht Bohnenschalen in der Teeküche interessant, weil sie anderen Zutaten Raum lassen, ohne dünn zu wirken.
In Mischungen werden Bohnenschalen gern eingesetzt, wenn ein Rezept eine ruhige Basis braucht, die die Tasse zusammenhält und das Gesamtbild runder wirken lässt. Mit kräutrig frischen, blumigen oder würzigeren Partnern entsteht so ein ausgewogenes Profil, bei dem kein Bestandteil zu laut wird und trotzdem eine klare Struktur im Geschmack bleibt.
Herkunft und Hintergrund
Als Bohnenschalen werden die getrockneten Hülsen der Gartenbohne bezeichnet, botanisch Phaseolus vulgaris. Die Pflanze gehört zu den Hülsenfrüchtlern und wird je nach Sorte als Busch oder Rankpflanze kultiviert. Typisch sind die dreiteiligen Blätter, die schmetterlingsförmigen Blüten und die länglichen Hülsen, in denen die Samen heranreifen. Für das Kraut werden nicht die Bohnen selbst genutzt, sondern der Hüllenanteil der reifen Frucht.
Die Gartenbohne hat ihre Wurzeln in Mittel und Südamerika. Nach der europäischen Entdeckung der Amerikas verbreitete sie sich rasch in Gärten und Landwirtschaft, auch weil sie vielseitig nutzbar ist und in vielen Sorten existiert. In Europa entwickelten sich im Laufe der Zeit regionale Namen und Küchentraditionen, von grünen Bohnen als Gemüse bis zu getrockneten Sorten als Vorrat. Bohnenschalen zeigen dabei eine eigene Perspektive, weil hier ein Teil der Pflanze genutzt wird, der im Küchenalltag oft als Nebenprodukt anfällt.
Für die Gewinnung werden die Hülsen geerntet, wenn die Bohnen ausgereift sind und die Schale fester wird. Nach dem Auslösen der Samen bleiben die Hüllen zurück. Diese werden getrocknet, häufig zerkleinert und als lockeres Schnittkraut verarbeitet. Gute Bohnenschalen erkennt man an einem sauberen, hellen bis strohigen Erscheinungsbild und einem unaufdringlichen, pflanzlichen Geruch ohne muffige Noten.
Im Handel findet man Bohnenschalen teils auch unter Bezeichnungen wie Bohnenhülsen oder Bohnenhülsentee. Das Kraut passt gut in eine lange Tradition der Kräuterkunde, in der nicht nur Blüten und Blätter, sondern auch Schalen, Rinden und Hüllen geschätzt wurden, gerade dann, wenn sie in einer Teetasse eine ruhige, harmonische Grundlage liefern. Aus dieser Praxis heraus hat sich Bohnenschalen Tee in vielen Regionen als klassisches Vorratskraut etabliert.
Auch botanisch ist das naheliegend, denn die Hülle erfüllt in der Pflanze eine Schutzfunktion für die Samen und bringt entsprechend einen eigenen Aufbau mit. Im getrockneten Schnitt dominieren faserige Strukturen, die im Aufguss weniger über starke Duftspitzen arbeiten, sondern über Substanz und ein sanftes Grundaroma. Wer Bohnenschalen in der Teeküche einsetzt, nutzt daher weniger ein spektakuläres Einzelaroma, sondern eine solide, zurückhaltende Komponente, die sich gut mit anderen Kräutern kombinieren lässt.
Teemischungen nach Roland Draht
In Roland Drahts System sind die Teemischungen thematisch gegliedert und werden in Rezepturen geführt, die sich an Körperbereichen und wiederkehrenden Alltags Themen orientieren. Bohnenschalen erscheinen dabei nicht als Hauptdarsteller, sondern als Bestandteil, der Mischungen ruhiger macht, die Tasse strukturiert und dem Gesamtgeschmack mehr Zusammenhalt gibt. Sensorisch bleibt das Kraut dezent und genau das ist in komplexeren Rezepturen oft gewollt.
Ein Schwerpunkt liegt im Themenfeld Wasserhaushalt und Ausscheidung. Dort tauchen Bohnenschalen in mehreren Mischungen auf, etwa in Tee Nr. 22 und Tee Nr. 52. In solchen Rezepturen wirkt Bohnenschalen eher wie ein stabiler Grundbaustein, der andere Kräuter geschmacklich verbindet, statt selbst ein dominantes Aroma zu setzen.
Ein weiterer Bereich ist das Themenfeld Stoffwechsel und Balance, in dem das Kraut ebenfalls als Bestandteil geführt wird, zum Beispiel in Tee Nr. 73. Als biologischer Hintergrund lässt sich das Profil der Bohnenschalen vor allem über pflanzliche Faserstoffe sowie begleitende Zucker, Aminosäuren und Mineralstoffe beschreiben. Diese Zusammensetzung passt gut zu der Rolle als ruhiger Rezepturträger, der eine Mischung nicht parfümiert, sondern ihr Substanz und eine gleichmäßige Tassenwirkung im Geschmack gibt.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei uns wird in kleinen Chargen gearbeitet und jede Lieferung wird vor dem Abfüllen sorgfältig geprüft. Gerade bei Bohnenschalen ist ein sauberer, heller Schnitt wichtig, weil er viel über die Verarbeitung und die Lagerfähigkeit aussagt. Danach wird von Hand abgefüllt, aromaschonend verpackt, lichtgeschützt gelagert, sauber etikettiert und sicher versendet, damit das Kraut im Alltag zuverlässig und unkompliziert verwendbar bleibt.
Für eine runde Tasse zählt neben dem Kraut auch das Wasser, denn ein neutraler Geschmack lässt feine Kräuternoten besser zur Geltung kommen. Passendes Zubehör und Lösungen rund um Wasserqualität und Wasserfilter finden Sie bei uns unter Wasserbelebung.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.



