Buchweizenkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Fagopyri Herba, Fagopyrum Esculentum Moench, Buchweizen, Echter Buchweizen, Gemeiner Buchweizen, Heidekorn
Zubereitung als Tee:
2 Teelöffel Buchweizenkraut mit ca. 1/4 l siedendem Wasser übergießen, ca 1 Minute kochen, zudecken und nach 10-15 Minuten abseihen.
Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen!
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten:
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.
Geschmack und Einordnung
Buchweizenkraut bringt eine eher leise, grüne Tassenfarbe mit und wirkt in der Teeküche angenehm zurückhaltend. Im Duft zeigt sich oft eine feine Wiesen Note, manchmal leicht blumig, manchmal eher heuartig. Am Gaumen bleibt es mild, mit einer sanften Kräuterigkeit und ohne spitze Bitterkeit. Gerade diese ruhige Art macht es spannend, wenn ein Aufguss nicht dominieren soll, sondern ein weiches Gesamtbild sucht.
In der Mischung arbeitet Buchweizenkraut oft wie ein verbindendes Element. Es kann zwischen aromatischen Kräutern und blütenbetonten Bestandteilen vermitteln, ohne selbst in den Vordergrund zu drängen. Wer gern mit klaren, sauberen Kräuternoten arbeitet, bekommt hier einen Baustein, der Struktur gibt und die Tasse harmonisch wirken lässt.
Herkunft und Hintergrund
Buchweizen ist trotz seines Namens kein Getreide, sondern eine einjährige Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse. Typisch sind die markanten, herz bis pfeilförmigen Blätter und die zarten, weiß bis rosafarbenen Blütenstände. Die Pflanze wächst schnell, bleibt meist eher schlank, verzweigt sich je nach Standort und zeigt eine auffällige Blüte, die im Anbau auch als wertvolle Tracht für Insekten gilt.
Zum Buchweizenkraut verarbeitet wird der oberirdische Teil der Pflanze. Geerntet wird das Kraut bevorzugt in der frühen Blütezeit, bevor sich die Früchte ausbilden, dann schonend getrocknet und als Blatt, Blüte und Stängel Anteil gehandelt. Damit unterscheidet sich Buchweizenkraut klar von den Samen, die als Pseudogetreide genutzt werden. Aus den dreikantigen Früchten entstehen Grütze, Mehl oder Flocken, während das Kraut eine eigene Rolle in der Teeküche einnimmt.
Die Namensgeschichte erklärt den deutschen Begriff recht anschaulich. Die Früchte erinnern in ihrer Form an Bucheckern, daher der Bezug zur Buche, kombiniert mit dem alten Bild vom weizenartigen Korn. Auch der botanische Gattungsname spielt auf diese Ähnlichkeit an. Im Alltag hat sich daraus eine Bezeichnung entwickelt, die zwar vertraut klingt, aber botanisch in eine andere Richtung zeigt als klassische Getreidearten.
Als Kulturpflanze stammt der Echte Buchweizen ursprünglich aus Regionen Ostasiens und wurde über Handelswege und Anbaupraxis in viele gemäßigte Gebiete weitergetragen. Er wurde in Europa lange als robuste, anspruchsarme Feldpflanze geschätzt, besonders dort, wo Böden leichter sind oder die Vegetationszeit kurz ausfällt. Heute findet man Buchweizen sowohl im landwirtschaftlichen Anbau als auch als Zwischenfrucht und Bienenweide, wobei je nach Region unterschiedliche Schwerpunkte im Anbau und in der Verarbeitung bestehen.
Inhaltlich ist Buchweizenkraut vor allem durch sein Flavonoid Profil bekannt, insbesondere durch Rutosid und verwandte Pflanzenstoffe. Dazu kommen phenolische Begleitstoffe wie Chlorogensäure und weitere Phenolcarbonsäuren. In den Blüten können außerdem farbgebende Spezialstoffe vorkommen, die in der Gesamtdroge meist nur in sehr geringen Spuren eine Rolle spielen. Für die Teetasse bedeutet das vor allem: ein eher mildes, grünes Aromabild, das sich gut in fein abgestimmte Kräuterkompositionen einfügt.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Teesystem nach Roland Draht sind die Mischungen nummeriert und thematisch gegliedert, orientiert an klassischen Körperbereichen. Buchweizenkraut taucht dabei nicht als Solist auf, sondern als Bestandteil, der Rezepturen abrundet. Es passt gut in Kompositionen, die eine ruhige Kräuterbasis brauchen und gleichzeitig Raum für prägnantere Aromaträger wie Blüten, Blätter oder Gewürzkräuter lassen.
Ein Schwerpunkt liegt im Themenfeld Herz, Kreislauf und Blut. Dort ist Buchweizenkraut in verschiedenen Rezepturen geführt und wird als Baustein in den Gesamtaufbau der Mischung integriert, etwa in Tee Nr. 21. In diesem Umfeld wirkt es vor allem als verbindendes Kraut, das die Tasse zusammenhält und die Mischung nicht zu kantig werden lässt.
Daneben findet man Buchweizenkraut auch im Themenfeld Drüsen, Lymphe und Abwehr, beispielsweise in Tee Nr. 43. Der biologische Hintergrund passt zur Rolle als Mischungsbestandteil: Buchweizenkraut ist reich an Flavonoiden, darunter Rutosid, und enthält weitere phenolische Begleitstoffe. Dieses Stoffprofil erklärt, warum das Kraut in Rezepturen häufig als feiner, strukturgebender Anteil eingesetzt wird, ohne das Aromabild zu übersteuern.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege arbeiten wir in kleinen Chargen und mit einem klaren Fokus auf saubere, nachvollziehbare Abläufe. Jede Lieferung wird bei Wareneingang sorgfältig geprüft, anschließend von Hand abgefüllt und aromaschonend verpackt. Wir achten auf eine lichtgeschützte Lagerung, saubere Etikettierung und einen Versand, der das Produkt auf dem Weg zu Ihnen zuverlässig schützt.
Für eine wirklich gute Tasse spielt neben dem Kraut auch das Wasser eine spürbare Rolle, gerade bei milden, grünen Noten wie beim Buchweizenkraut. Wer hier nachschärfen möchte, kann sich auch mit dem Thema Wasser beschäftigen. Passend dazu finden Sie bei uns Produkte rund um Wasserbelebung, die viele Kundinnen und Kunden als sinnvolle Ergänzung zur Teeroutine nutzen.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.



