Bio Erdrauchkraut Erdrauch

Gewicht: 100 g
Produktinformationen "Bio Erdrauchkraut Erdrauch"

 

Erdrauchkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Fumariae Herba, Fumaria Officinalis L., Blausporn, Erdrauch, Ackerraute, Erdgalle, Erdraute, Gewöhnlicher Erdrauch, Kratzkraut, Rauchkraut

Teeaufguss:
1 Teelöffel Erdrauchkrauttee mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.

 

Geschmack und Einordnung

Erdrauchkraut bringt eine deutlich kräuterige, eher grüne Note in die Tasse, mit einer klaren Bitterkeit im Hintergrund. Der Duft wirkt fein und zurückhaltend, im Aufguss zeigt sich oft ein herb würziger Charakter, der weniger auf vordergründige Süße setzt, sondern auf Struktur. Genau dadurch eignet sich Erdrauchkraut besonders gut als Baustein in der Teeküche, wenn eine Mischung nicht nur aromatisch, sondern auch geschmacklich „geführt“ wirken soll.

In Kompositionen harmoniert es vor allem mit runden, aromatischen Kräutern, die Bittertöne abfedern und ein ausgewogenes Gesamtbild schaffen. Wer pur aufgießt, erlebt die Pflanze am unmittelbarsten: schlicht, herb, mit einer leicht rauchigen Anmutung, die gut zum Namen passt. In der Mischung kann Erdrauchkraut wie ein leiser Taktgeber wirken, der anderen Zutaten Kontur gibt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.


Herkunft und Hintergrund

Der Gemeine Erdrauch, botanisch Fumaria officinalis, ist eine einjährige, zart wirkende Pflanze, die trotz ihres feinen Erscheinungsbildes ausgesprochen charakterstark ist. Sie gehört in die Verwandtschaft der Mohngewächse und fällt durch ihr graugrün bereiftes Blattwerk sowie die kleinen, rosafarben bis purpurnen Blüten auf. Gerade diese Kombination aus filigraner Gestalt und markanter Optik hat dem Erdrauch über Jahrhunderte einen festen Platz in Kräuterbüchern und im Kräuterhandel gesichert.

Ursprünglich ist die Art im Mittelmeerraum beheimatet, heute ist sie in weiten Teilen Europas verbreitet und zudem in westlichen und gemäßigten Regionen Asiens sowie in Nordafrika zu finden. Als typische Begleiterin vom Menschen geprägter Landschaften wächst sie gern dort, wo der Boden bewegt ist: an Wegrändern, auf Schuttflächen, auf Äckern, an Waldrändern oder in lichten Randbereichen. Erdrauch ist damit eine Pflanze, die nicht das Unberührte sucht, sondern den Übergang, das Dazwischen und die offenen Stellen im Gelände.

Botanisch ist Erdrauch leicht zu erkennen, wenn man auf Details achtet. Die weich wirkenden Blätter sind doppelt gefiedert und tief geteilt, oft mit einem matten, leicht „verrauchten“ Schleier durch die Bereifung. Die Blüten stehen in lockeren Trauben und zeigen eine Besonderheit, die im Gedächtnis bleibt: Die Kronblätter laufen an der Spitze dunkelrot bis fast schwarz aus. Zusammen mit der zarten Gesamtgestalt entsteht so eine Anmutung, als wäre die Pflanze leicht angeräuchert worden, was die bildhafte Namenswelt rund um den Erdrauch plausibel macht.

Für Teequalität werden die oberirdischen Pflanzenteile geerntet, idealerweise zur Blütezeit. In dieser Phase ist die Pflanze besonders gut ausgeprägt und lässt sich mitsamt Stängeln, Blättern, Blüten und den frühen Fruchtansätzen verarbeiten. Entscheidend ist eine schonende Trocknung: Sie stabilisiert Farbe und Duft, hält die Kräuterstruktur offen und sorgt dafür, dass das Kraut beim Aufgießen sein Profil sauber abgibt. Wie bei vielen zarten Kräutern gilt auch hier, dass Lichtschutz und trockene Lagerung den Charakter am besten bewahren.

Historisch ist Erdrauch eng mit der europäischen Kulturlandschaft verknüpft. Wo Getreidefelder, Weinberge und Gartenränder das Bild prägten, tauchte Erdrauch als Ackerbegleitpflanze regelmäßig auf und war entsprechend bekannt. Auch der botanische Artname officinalis ist ein kulturgeschichtlicher Hinweis: Er steht in der Pflanzennamenwelt oft für Arten, die in der apothekerlichen Tradition geläufig waren. Im Handel stammt Erdrauchkraut häufig aus osteuropäischen Anbau und Sammelregionen, wo Klima, Flächen und Erntepraxis gut zu dieser Pflanze passen.

Der Name selbst ist dabei mehr als nur Etikett. Fumaria verweist auf „Rauch“ und greift die Optik der Pflanze auf: das bereifte Laub und die dunklen Blütenspitzen, die wie leicht verkohlt wirken können. Auch im Deutschen ist der Erdrauch ein Bildwort, das die Pflanze nicht nüchtern beschreibt, sondern eine Stimmung setzt. Genau diese Mischung aus Botanik und Sprache macht den Erdrauch so unverwechselbar und erklärt, warum er in der Kräuterkunde nicht nur als Zutat, sondern auch als Erzählstoff präsent ist.


Mythen und Geschichten

Erdrauch ist eine Pflanze, die schon durch ihren Namen eine kleine Geschichte erzählt. „Rauch der Erde“ klingt nach Morgennebel über dem Feld, nach feinem Schleier auf Blättern und nach einem Gewächs, das eher flüchtig wirkt als massiv. Diese Vorstellung passt überraschend gut zur Realität: Das bereifte, graugrün schimmernde Laub und die dunklen Spitzen der Blüten können tatsächlich so aussehen, als hätte die Pflanze einen Hauch von Rauch abbekommen.

Sprachgeschichtlich führt die Spur noch weiter zurück. Der deutsche Name steht in einer langen Reihe von Übersetzungen und Deutungen, die vom griechischen Begriff für Rauch über das lateinische Bildwort bis in die volkstümliche Kräutersprache reichen. So wird aus einem botanischen Detail eine kulturelle Erzählung: Erdrauch ist nicht nur eine Art im Pflanzenbuch, sondern ein Beispiel dafür, wie Naturbeobachtung, Sprache und Tradition sich gegenseitig verstärken und über Generationen weitertragen.


Teemischungen nach Roland Draht

In den Teemischungen nach Roland Draht sind die Rezepturen thematisch gegliedert und orientieren sich an verschiedenen Körperbereichen und funktionalen Zusammenhängen. Erdrauchkraut taucht dabei nicht als laut auftretende Leitpflanze auf, sondern eher als Bestandteil, der Mischungen geschmacklich mitprägt und in die jeweilige Systematik eingeordnet wird. Gerade in komplexeren Kompositionen kann ein herb grünes Kraut wie Erdrauch eine Mischung „erden“, ohne die Aromatik der Begleiter zu überdecken.

Ein Schwerpunkt liegt im Themenfeld rund um Verdauung und Stoffwechsel sowie in der Einordnung über Leber und Galle. Dort ist Erdrauchkraut in verschiedenen Rezepturen zugeordnet und erscheint zum Beispiel in Tee Nr. 63 sowie in Tee Nr. 28. In solchen Mischungen fügt sich Erdrauch in ein Gesamtbild ein, das von klaren Kräutertönen und ausgewogener Struktur lebt.

Ein weiterer Bereich, in dem Erdrauchkraut geführt wird, liegt im Themenfeld Kreislauf und Blut. Hier taucht es unter anderem in Tee Nr. 23 auf. Biologisch lässt sich seine Rolle in Mischungen über das Pflanzenstoff Profil beschreiben: Erdrauchkraut enthält unter anderem Alkaloide, Flavonoide, Pflanzensäuren und Schleimstoffe. Diese Stoffgruppen erklären, warum das Kraut in der Kräuterkunde traditionell als charaktervolle Komponente in systematisch aufgebauten Rezepturen eingeordnet wird, ohne dass daraus ein konkretes Nutzenversprechen abgeleitet werden muss.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege arbeiten wir in kleinen Chargen und mit einem klaren Blick für Rohwarenqualität. Erdrauchkraut wird sorgfältig geprüft, sauber verarbeitet und von Hand abgefüllt. Eine aromafreundliche Verpackung und lichtgeschützte Lagerung helfen dabei, das feine, herb grüne Profil stabil zu halten. Ebenso wichtig ist eine klare, saubere Etikettierung, damit jede Charge nachvollziehbar bleibt und im Alltag zuverlässig handhabbar ist.

Auch beim Versand achten wir auf sicheren Schutz und kurze Wege, damit die Ware in gutem Zustand bei Ihnen ankommt. Für die Tasse gilt außerdem: Besonders stimmige Teequalität entsteht oft erst mit gutem Wasser. Wer Geschmack und Duft aus Kräutern möglichst klar herausarbeiten möchte, findet bei uns passende Lösungen rund um Filter und Wasserbelebung, als sinnvolle Ergänzung zur täglichen Teeroutine.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

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Bio Birkenblätter BirkeBio Birkenblätter Birke
Bio Birkenblätter Birke
  Birkenblätter, geschnitten aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Betulae Folium, Betula Pendula Roth, Birke, Besenbirke, Hängebirke, Maibaum Teeaufguss: 1-2 Teelöffel Birkenblättertee mit ca. 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Sicherheitshinweis:Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.   Geschmack und Einordnung Birkenblätter ergeben einen eher leisen, klaren Aufguss mit grüner, leicht herber Note. Im Geschmack wirkt das Kraut krautig und frisch, manchmal erinnert es an Waldluft und junge Blätter, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Im Duft bleibt es zurückhaltend, aber sauber, mit einer hellen, leicht holzigen Nuance. Gerade diese unaufgeregte Art macht Birkenblätter in der Teeküche so praktisch. Als Einzelaufguss passt es gut, wenn ein Tee leicht und pflanzlich bleiben soll. In Mischungen übernimmt Birkenblatt oft eine ordnende Rolle. Es verbindet andere Kräuter, rundet kantige Noten ab und bringt eine sanfte Blattigkeit ins Gesamtbild. Kombiniert wird es gern mit floralen oder minzigen Komponenten, auch mit ausgewählten Wurzeln oder Gewürzen, wenn ein ausgewogenes, nicht zu lautes Profil gefragt ist. So entsteht ein Aufguss, der eher trägt als dominiert. Herkunft und Hintergrund Birken sind typische Pioniergehölze. Sie besiedeln offene Flächen, wachsen schnell an und kommen mit kargen Böden zurecht. Dadurch prägen sie viele Landschaftsbilder in Europa, von sandigen Heiden bis an den Rand von Mooren. Für Birkenblätter als Teekraut werden vor allem die Blätter der Hängebirke und der Moorbirke genutzt, botanisch Betula pendula und Betula pubescens. In der Kräuterwelt wird das Blatt oft unter der Bezeichnung Betulae folium geführt. Die Bäume erkennt man gut an der hellen, oft weißlich wirkenden Rinde und an den feinen, beweglichen Zweigen. Die Blätter stehen wechselständig, sind dünn und zart und zeigen häufig eine Form zwischen dreieckig und eiförmig. Der fein gesägte Rand ist ein typisches Merkmal. Im Frühjahr erscheinen die Kätzchen, später entwickeln sich kleine, geflügelte Samen, die sich mit dem Wind verbreiten. Diese Leichtigkeit in der Vermehrung erklärt, warum Birken sich schnell neue Standorte erschließen und in jungen Beständen oft zu den ersten Baumarten zählen. Birken kommen in weiten Teilen Europas und Nordasiens vor und steigen je nach Region bis in höhere Lagen auf. Sie stehen gern an lichten Waldrändern, auf Lichtungen und an Wegen, oft dort, wo andere Bäume erst später folgen. Für Sammler und Anbaugebiete bedeutet das, dass Birken sowohl in waldreichen Gegenden als auch in offeneren Landschaften zuverlässig zu finden sind. Im Handel stammen Birkenblätter häufig aus osteuropäischen Sammelgebieten, etwa aus Russland, Polen und Tschechien, wobei die Herkunft je nach Erntejahr und Lieferkette variiert. Auch kleinere Anteile kommen aus mitteleuropäischen Beständen, je nach Verfügbarkeit. Für die Teeverwendung werden die Blätter in der warmen Jahreszeit gesammelt, wenn sie voll entwickelt, aber noch nicht zäh sind. Entscheidend ist eine zügige, schonende Trocknung. So bleibt die Farbe eher grün, und der Aufguss bekommt eine saubere, pflanzliche Anmutung. Nach dem Trocknen werden die Blätter je nach gewünschtem Schnitt weiterverarbeitet, damit sie sich in Mischungen gut dosieren lassen und beim Aufgießen gleichmäßig ziehen. Gute Ware ist weitgehend frei von groben Zweigen, sauber geschnitten und gleichmäßig getrocknet. Im Pflanzenstoffprofil fallen bei Birkenblättern vor allem Flavonoide, Gerbstoffe und weitere phenolische Begleitstoffe auf. Dazu kommen triterpene Bestandteile sowie kleine Anteile an ätherischem Öl. Für die Teeküche bedeutet das weniger eine laute Aromatik als vielmehr eine stimmige Grundlage. Ein Blattkraut mit feiner Herbe, das sich gut einfügt und andere Noten nicht überdeckt. Kulturell ist die Birke in vielen Regionen ein Baum des Alltags. Holz und Rinde wurden für einfache Werkzeuge und Alltagsgegenstände genutzt, und in Teilen Osteuropas haben sich sogar Schriftstücke erhalten, die auf Birkenrinde geschrieben wurden. Zusammen mit der langen Präsenz in Sprache und Brauchtum erklärt das, warum Birkenblätter bis heute als vertrautes, bodenständiges Blattkraut gelten. Mythen und Geschichten Die Birke ist in Europa stark mit dem Frühling verknüpft. Rund um den Mai taucht sie in Bräuchen auf, mal als geschmückter Maibaum, mal als schlanker Baum oder Zweig, der als Zeichen vor ein Haus gestellt wird. Solche Gesten funktionieren als sichtbare Botschaft. Es geht um Aufbruch, Wachstum und die neue Jahreszeit, nicht um große Worte. Im Norden Europas lebt ein anderer, sehr sinnlicher Birkenbrauch weiter. In der Saunakultur werden Bündel aus Birkenzweigen verwendet, die im Ritual ihren Platz haben und den typischen Duft frischer Blätter in den Raum bringen. Das verbindet Baum, Duft und Jahreszeitengefühl und erklärt, warum die Birke in Erzählungen oft als Baum der Anfänge erscheint. Auch in älteren Symbolsystemen taucht sie auf. In keltisch geprägten Überlieferungen wird die Birke mit Neubeginn verbunden, und in der Vorstellung vom Wald als geordnetem Alphabet steht sie sinnbildlich am Anfang. Das ist weniger Botanik als Kulturgeschichte, aber genau darin liegt der Reiz. Birke ist nicht nur Blatt und Holz, sondern auch ein Motiv, das Menschen seit Jahrhunderten begleitet. Teemischungen nach Roland Draht Das System der Teemischungen nach Roland Draht arbeitet mit klar nummerierten Rezepturen, die thematisch nach Körperbereichen gegliedert sind. Birkenblatt ist darin kein Solist, sondern ein ruhiger Baustein, der Mischungen zusammenhält. Es bringt eine klare Blattigkeit ein, kann Rezepturen leichter wirken lassen und unterstützt die Struktur im Aufguss, besonders wenn mehrere Kräuter mit unterschiedlicher Intensität zusammenspielen. Gerade in komplexen Rezepturen wirkt es wie eine ruhige Mitte. Im Körperbereich Nieren und Blase taucht Birkenblatt als Bestandteil verschiedener Rezepturen auf, etwa in Tee Nr. 51 und Tee Nr. 52. In solchen Mischungen steht es typischerweise neben weiteren Blattkräutern, Blüten oder Wurzeln und trägt dazu bei, die anderen Bestandteile zu verbinden, ohne sich nach vorn zu schieben. Ein weiterer Einsatz findet sich im Themenfeld Bewegungsapparat, wo Birkenblatt als Bestandteil in Rezepturen wie Tee Nr. 74 eingegliedert ist. Aus pflanzenkundlicher Sicht passt das Kraut gut in solche Mischungen, weil Birkenblätter ein charakteristisches Spektrum an Pflanzenstoffen mitbringen, darunter Flavonoide, Gerbstoffe und triterpene Begleitstoffe. Diese Stoffgruppen prägen die typische, leicht herbe Blattigkeit und geben einem Aufguss Struktur, ohne das Aromabild zu beschweren. Qualität bei Kräuter & Wege Bei uns wird in kleinen Chargen gearbeitet, und jede Partie wird sorgfältig geprüft, bevor sie abgefüllt wird. Die Abfüllung erfolgt von Hand und aromaschonend. Wir verpacken lichtgeschützt, sauber etikettiert und mit klarer Chargenkennzeichnung, so dass die Ware sicher bei Ihnen ankommt. Gerade Blattkräuter nehmen schnell Fremdgerüche an, deshalb ist eine gute Verpackung mehr als nur Optik. So bleibt das Birkenblatt das, was es sein soll: ein unaufgeregter, verlässlicher Baustein für Ihre Teeküche, auch wenn Sie es regelmäßig nachbestellen. So bleibt das Blattbild stabil. Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

Inhalt: 50 Gramm (58,00 €* / 1000 Gramm)

2,90 €*
Bio Brennnesselblätter BrennnesselBio Brennnesselblätter Brennnessel
Bio Brennnesselblätter Brennnessel
  Brennnesselblätter, geschnitten aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Urticae Herba, Urtica Dioica L., Brennnessel, Haarnessel, Hanfnessel, Nessel, Grosse Brennnessel, Kleine Brennnessel, Brennessel Teeaufguss: 1-2 Teelöffel Brennnesselblättertee mit ca. 250 ml siedendem Wasser übergießen, 5 Minuten kochen und abseihen. Sicherheitshinweis: Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.  Geschmack und Einordnung Brennnesselblätter bringen einen klaren, grün pflanzlichen Charakter in die Tasse. Der Aufguss wirkt hell bis olivgrün, mit einem Duft, der an frische Wiese, junge Kräuter und eine leichte Gemüsenote erinnert. Am Gaumen ist die Bitterkeit meist nur zart angedeutet. Stattdessen steht ein herbes, angenehm trockenes Kräuterbild im Vordergrund, das vielen Mischungen Struktur gibt. In der Teeküche werden Brennnesselblätter oft dann spannend, wenn ein Rezept eine ruhige, grüne Basis braucht. Sie verbinden andere Komponenten, ohne sich aufzudrängen, und können eine Mischung geschmacklich runder wirken lassen. Als einzelnes Kraut bleibt der Eindruck schlicht und aufgeräumt. In Kombination mit blumigen oder würzigen Partnern entsteht ein ausgewogener Stil, der nicht schnell ermüdet. Auch als Baustein in Kräutermischungen wird dieses Blatt deshalb sehr gern genutzt. Herkunft und Hintergrund Die Brennnessel gehört zu den vertrautesten Wildpflanzen Europas überhaupt. Häufig begegnet man der Großen Brennnessel (Urtica dioica) an Wegrändern, Hecken, Waldrändern oder auf nährstoffreichen Böden rund um Siedlungen. Auch die Kleine Brennnessel (Urtica urens) ist weit verbreitet. Beide Arten sind typische Begleiter des Menschen und zeigen gern dort Präsenz, wo der Boden regelmäßig bewegt oder gedüngt wird. Botanisch wirkt die Brennnessel auf den ersten Blick schlicht, ist aber sehr gut erkennbar. Die Blätter sitzen gegenständig, sind grob gezähnt und von auffälligen Brennhaaren begleitet. Diese feinen Haare dienen als Schutz vor Fraßfeinden. Sie machen die Pflanze sprichwörtlich wehrhaft und erklären, warum man sie im Vorbeigehen nicht unterschätzt. Die Blütenstände sind unscheinbar grünlich und hängen oder stehen je nach Art in lockeren Trauben. Für Tee werden vor allem die Blätter genutzt, oft geerntet, bevor sie grob und faserig werden. In der Praxis bedeutet das: Schnitt zur passenden Jahreszeit, zügige Verarbeitung und schonende Trocknung. Der Trocknungsprozess entscheidet darüber, ob die Blätter ihr frisches Aroma behalten oder später flach wirken. Gut verarbeitete Ware bleibt farbstabil, sauber im Duft und zeigt beim Aufguss noch deutlich den grünen Charakter. Die Brennnessel ist außerdem eine Kulturpflanze im Schatten der großen Klassiker. Historisch spielte sie nicht nur als Küchenpflanze eine Rolle. Ihre langen Bastfasern wurden über Jahrhunderte genutzt, etwa für Garne und Textilien, besonders in Zeiten, in denen Flachs oder Baumwolle knapp waren. In manchen Regionen wurde sie gezielt gesammelt oder angebaut, weil sie zuverlässig wächst und auch auf weniger idealen Flächen noch ordentliche Faserqualität liefern kann. Auch als Lebensmittel hatte sie ihren Platz. Junge Blätter wurden traditionell ähnlich wie Blattgemüse verarbeitet, etwa in Suppen oder als Kräuterzugabe. Beim Erhitzen oder Trocknen verliert die Pflanze den scharfen Reiz ihrer Haare. Übrig bleibt ein mildes, grün herbales Profil, das sich gut in die alltägliche Küche einfügt und als Tee eine klare, unaufgeregte Tasse ergibt. Inhaltlich wird die Brennnessel in der Pflanzenkunde oft über ihr Stoffprofil beschrieben. Die Blätter enthalten unter anderem Flavonoide und phenolische Begleitstoffe. Je nach Herkunft und Erntezeit kommen mineralische Bestandteile sowie Chlorophyll als prägende Elemente hinzu. Für den Tee bedeutet das kein Versprechen, sondern vor allem ein Hinweis darauf, warum Brennnesselblätter in Mischungen so gut funktionieren. Sie bringen Substanz, ohne ein lautes Aroma zu haben. Sprachlich passt das Bild: Der lateinische Name verweist auf das brennende Gefühl, das die Pflanze auslösen kann. Im Deutschen steckt in der Brennnessel ebenfalls diese direkte Erfahrung. Gerade diese Mischung aus Alltagsnähe, Widerständigkeit und Vielseitigkeit erklärt, warum die Pflanze in Hausgärten, am Feldrand und in der Kräutertradition gleichermaßen präsent geblieben ist. Mythen und Geschichten Die Brennnessel ist in Erzählungen oft die Pflanze, die unangenehm wirkt und gerade dadurch eine besondere Aufgabe bekommt. Im Märchen von den wilden Schwänen spielt sie eine zentrale Rolle. Dort muss aus Brennnesseln Kleidung gefertigt werden, um einen Bann zu lösen. Das Motiv ist klar: Aus etwas, das sticht und abschreckt, entsteht durch Geduld und Handarbeit etwas, das schützt. Die Brennnessel steht in dieser Geschichte für Ausdauer und den Mut, sich durch etwas Unbequemes hindurchzuarbeiten. Mindestens so präsent ist die Pflanze in der Sprache. Redewendungen wie sich in die Nesseln setzen oder die Nessel beim Namen nennen spielen mit dem Bild einer Pflanze, die man nicht unachtsam berührt. Auch im Englischen gibt es das sprichwörtliche grasp the nettle, also die Nessel anpacken, wenn eine Aufgabe unangenehm ist. Solche Bilder sind nur möglich, weil nahezu jeder das brennende Gefühl kennt und die Brennnessel darum sofort verstanden wird. Teemischungen nach Roland Draht Im System von Roland Draht sind die Teemischungen thematisch nach Körperbereichen gegliedert und bewusst als Kombination gedacht. Brennnesselblätter treten darin selten als dominanter Solist auf. Sie sind eher ein ordnender Baustein, der einer Mischung einen grünen Grundton gibt und das Gesamtbild zusammenhält. Sensorisch bleibt die Pflanze dabei meist zurückhaltend, was sie als Partner für viele Rezepturen geeignet macht. Je nach Komposition unterstützt sie den Eindruck von Grün und Frische im Duft, ohne lauter zu werden. Im Themenfeld Verdauung und Stoffwechsel tauchen Brennnesselblätter als Bestandteil verschiedener Mischungen auf, etwa in Tee Nr. 67. In solchen Kombinationen geht es weniger um einzelne Noten, sondern um ein stimmiges, pflanzliches Gesamtprofil, in dem Brennnesselblätter häufig die ruhige Basis stellen und andere Kräuter sensorisch verbinden. Ein weiterer Bezug findet sich im Themenfeld Haut, wo die Blätter ebenfalls eingegliedert sind, zum Beispiel in Tee Nr. 81. Biologisch passt dazu ihr charakteristisches Stoffbild aus Flavonoiden und phenolischen Begleitstoffen, ergänzt durch Chlorophyll und mineralische Bestandteile. In Mischungen dient dieses Profil vor allem als klarer, grüner Rahmen, der die Aromatik ordnet und einen ruhigen Hintergrund schafft. Gerade weil Brennnesselblätter geschmacklich nicht dominant sind, lassen sie anderen Kräutern Raum und bringen trotzdem Substanz in die Tasse. Qualität bei Kräuter & Wege Bei uns wird in kleinen Chargen gearbeitet. Jede Lieferung wird sorgfältig geprüft, bevor sie in die Abfüllung geht. Brennnesselblätter sollen sauber geschnitten sein, frisch duften und beim Aufguss ein klares, grünes Bild zeigen. Wir füllen von Hand ab, verpacken aromaschonend und lichtgeschützt und achten auf eine saubere Etikettierung sowie einen sicheren Versand. Für eine runde Tasse spielt außerdem das Wasser eine große Rolle. Wenn du dich dafür interessierst, findest du bei uns auch Produkte zur Wasserbelebung, die sich gut in eine bewusste Teeroutine einfügen. Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

Inhalt: 40 Gramm (95,00 €* / 1000 Gramm)

3,80 €*