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Hirtentäschelkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Bursae Pastoris Herba, Capsella Bursa-Pastoris, Bauernsenf, Herzkraut, Löffeli, Schinkenkraut, Taschenkraut
Teeaufguss:
2 Teelöffel Hirtentäschelkraut mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.
Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten:
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.
Geschmack und Einordnung
Hirtentäschelkraut hat einen krautigen, leicht herben und dezent würzigen Geschmack. Der Aufguss wirkt grün, trocken und etwas grasig, mit einer feinen, leicht pfeffrigen Note im Hintergrund. Im Vergleich zu milden Blütenkräutern ist Hirtentäschelkraut weniger weich und eher klar strukturiert. Es bringt eine natürliche Herbheit in die Tasse, ohne stark bitter oder dominant zu werden.
In der Teeküche passt Hirtentäschelkraut gut zu Birkenblättern, Brennnesselblättern, Schafgarbenkraut, Frauenmantelkraut, Gänsefingerkraut, Kamillenblüten, Hagebuttenschalen, Labkraut, Vogelknöterichkraut und Weißdornblättern. Sein Charakter ist eher funktional und grün als aromatisch verspielt. Dadurch eignet es sich besonders für Mischungen, die eine klare Kräuterbasis, etwas Struktur und eine dezente Würze erhalten sollen.
Herkunft und Hintergrund
Hirtentäschelkraut stammt vom Gewöhnlichen Hirtentäschel, botanisch Capsella bursa pastoris L. Medik. Die Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler, also zur gleichen Pflanzenfamilie wie Senf, Kresse, Rettich und Kohl. Die lateinische Bezeichnung Bursae pastoris herba beschreibt das verwendete Kraut. Gemeint sind die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Pflanzenteile mit Blättern, Stängeln, Blüten und Früchten.
Das Gewöhnliche Hirtentäschel ist eine einjährige bis kurzlebige krautige Pflanze. Aus einer grundständigen Blattrosette wächst ein aufrechter Stängel, der einfach oder verzweigt sein kann. Die kleinen weißen Blüten besitzen die typische Kreuzform der Kreuzblütler. Nach der Blüte entstehen die charakteristischen flachen Schötchen. Sie sind umgekehrt herzförmig bis dreieckig und machen die Pflanze auch für Laien gut erkennbar.
Hirtentäschel ist weltweit in gemäßigten Regionen verbreitet und gilt als sehr anpassungsfähige Pflanze. Es wächst auf Äckern, in Gärten, an Wegen, auf Schuttplätzen, Erdaufschüttungen und anderen nährstoffreichen Standorten. Durch seine Fähigkeit zur Selbstbestäubung ist es wenig abhängig von bestimmten Bestäubern. Zudem kann es sowohl im Frühjahr als auch im Herbst keimen. Deshalb findet man blühende Pflanzen über einen langen Zeitraum des Jahres.
Für die Teeware werden die oberirdischen Pflanzenteile gesammelt, solange die Pflanze in Blüte steht und bereits typische Fruchtstände trägt. Nach der Ernte wird das Kraut schonend getrocknet und anschließend geschnitten. Gute Ware zeigt grüne bis grünlich bräunliche Blatt und Stängelanteile, feine Blütenreste und die kleinen, flachen Schötchen. Der Duft ist mild krautig, der Geschmack leicht herb und etwas zusammenziehend.
Die Namensgeschichte ist besonders anschaulich. Die kleinen Fruchtschötchen erinnern an einfache Taschen früherer Hirten. Auch der botanische Name trägt dieses Bild in sich: Capsella verweist auf eine kleine Kapsel, bursa auf eine Tasche und pastoris auf den Hirten. Der deutsche Name Hirtentäschel ist damit eine sehr direkte Übersetzung der botanischen Bildsprache. Weitere volkstümliche Namen nehmen ebenfalls Bezug auf die Form der Früchte.
Das natürliche Pflanzenstoffprofil des Hirtentäschelkrauts umfasst unter anderem Flavonoide, biogene Amine, Aminosäuren, Proteine, Phenolsäuren, geringe Mengen ätherisches Öl, Saponine, Mineralstoffe und weitere Begleitstoffe. Diese Stoffgruppen werden hier ausschließlich als botanischer Hintergrund beschrieben. Eine konkrete Wirkung oder Anwendung wird daraus nicht abgeleitet.
Mythen und Geschichten
Hirtentäschelkraut gehört zu den Pflanzen, deren Name fast vollständig aus einer Beobachtung der Form entstanden ist. Die flachen Schötchen sehen wie kleine Taschen aus. In früheren Zeiten dachte man dabei an die einfachen Beutel oder Umhängetaschen von Hirten. Aus dieser Vorstellung wurde der bildhafte Name Hirtentäschel, der bis heute sofort ein kleines Landschaftsbild entstehen lässt.
Auch andere Volksnamen zeigen, wie genau die Pflanze betrachtet wurde. Die herzförmigen Früchte führten zu Bezeichnungen, die auf kleine Herzen oder herzartige Blättchen anspielen. So verbindet Hirtentäschelkraut botanische Genauigkeit mit Alltagssprache. Eine unscheinbare Pflanze von Wegen, Äckern und Gärten wurde durch ihre markanten Fruchtstände zu einem leicht wiedererkennbaren Wildkraut mit eigener Namensgeschichte.
Teemischungen nach Roland Draht
In der Buchsystematik nach Roland Draht wird Hirtentäschelkraut in mehreren thematisch gegliederten Rezepturen geführt. Das Buch ordnet die Mischungen nach Körperbereichen und Themenfeldern. Hirtentäschelkraut erscheint darin nicht als isolierte Einzelaussage, sondern als grünes Kraut innerhalb komplexer Mischungen mit Blättern, Wurzeln, Blüten, Früchten und weiteren Pflanzenbestandteilen.
Im Themenfeld Herz, Kreislauf und Blut ist Hirtentäschelkraut im Buch unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 26. Auch im Themenfeld Drüsen, Lymphe und Abwehr taucht es auf, etwa in Tee Nr. 42. Diese Nennung beschreibt ausschließlich die Einordnung innerhalb der Buchrezepturen und ist nicht als eigenständiges Versprechen über Hirtentäschelkraut zu verstehen.
Ein weiteres Themenfeld im Buch ist Nieren und Blase. Dort ist Hirtentäschelkraut beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 52. Auch in späteren Buchrezepturen rund um Verdauung und Frauenthemen kommt es vor. Biologisch lässt sich seine Rolle über sein Pflanzenstoffprofil beschreiben: Flavonoide, biogene Amine, Phenolsäuren, Saponine, Aminosäuren und Mineralstoffe prägen das Kraut, ohne dass daraus eine Wirkung abgeleitet wird.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege wird in kleinen Chargen gearbeitet. Das Hirtentäschelkraut wird sorgfältig geprüft, von Hand abgefüllt, aromaschonend verpackt und sauber etikettiert. So bleibt jede Charge übersichtlich kontrollierbar und gelangt in einer verlässlichen Qualität in den Versand.
Für eine gute Tasse Tee spielt neben dem Kraut auch das Wasser eine wichtige Rolle. Ein angenehm schmeckendes Wasser kann die grünen, fein herben und leicht würzigen Noten von Hirtentäschelkraut klarer hervortreten lassen. Deshalb finden Sie bei uns neben Kräutern und Teemischungen auch passende Produkte rund um Wasserbelebung. Die fertigen Packungen werden lichtgeschützt gelagert, sicher verpackt und zuverlässig versendet.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.


