Bio Hopfenzapfen Hopfen Hopfenblüten

Gewicht: 120 g
Produktinformationen "Bio Hopfenzapfen Hopfen Hopfenblüten"

 

Hopfenblüten, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Humuli Lupuli Flores, Humulus Lupulus L., Hopfen, Hopfenblüten, Hopfenzapfen

Teeaufguss:
2 gehäufte Teelöffel Hopfenzapfentee mit ca. 1/4 l siedendem Wasser übergießen und nach ca. 15 Minuten abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.

 

Geschmack und Einordnung

Hopfen hat einen kräftig krautigen, würzig bitteren und harzig aromatischen Geschmack. Der Aufguss wirkt deutlich herb, etwas grün und zugleich warm, mit einer eigenständigen, leicht balsamischen Note. Im Vergleich zu milden Blüten oder fruchtigen Teebestandteilen ist Hopfen wesentlich markanter. Schon kleine Mengen können einer Mischung mehr Tiefe, Würze und einen klar erkennbaren Bitterton geben.

In der Teeküche wird Hopfen meist nicht als süßes oder gefälliges Kraut eingesetzt, sondern als charaktervoller Akzent. Er passt gut zu Baldrianwurzel, Melissenblättern, Lavendelblüten, Johanniskraut, Fenchel, Hagebuttenschalen, Kamillenblüten, Majoran und weiteren milden Kräutern. Besonders harmonisch wirkt Hopfen, wenn sein herber Grundton durch blumige, fruchtige oder leicht süßliche Bestandteile eingebunden wird.


Herkunft und Hintergrund

Hopfen stammt vom Gewöhnlichen Hopfen, botanisch Humulus lupulus L. Die Pflanze gehört zur Familie der Hanfgewächse. Verwendet werden die getrockneten weiblichen Blütenstände, die im Kräuterhandel als Hopfenzapfen oder Lupuli flos bekannt sind. Die vom Nutzer angegebene Bezeichnung Humuli lupuli flores ist verständlich, fachlich gebräuchlicher ist jedoch Lupuli flos.

Hopfen ist eine ausdauernde Schlingpflanze. Aus dem Wurzelstock treiben jedes Jahr lange, krautige Ranken aus, die sich an Stützen, Zäunen oder anderen Pflanzen emporwinden. Die einjährigen Triebe können mehrere Meter lang werden. In Kulturen erreichen sie sogar besonders große Längen. Die Blätter stehen gegenständig und sind meist drei bis fünflappig, gezähnt und lang zugespitzt.

Die Pflanze ist zweihäusig. Das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen vorkommen. Für Tee und Braukultur sind vor allem die weiblichen Blütenstände wichtig. Sie bilden die typischen Hopfenzapfen. Diese bestehen aus vielen dachziegelartig übereinander liegenden Deckblättern. An deren Innenseiten sitzen kleine, gelb glänzende Drüsenschuppen, die das sogenannte Hopfenharz und das ätherische Öl enthalten.

Der Ursprung des Kulturhopfens lässt sich nicht mehr eindeutig bestimmen, weil die Pflanze seit langer Zeit angebaut und verbreitet wurde. In Mitteleuropa ist der Hopfen seit dem frühen Mittelalter eng mit der Bierkultur verbunden. Heute wird er in gemäßigten Klimazonen kultiviert. In Deutschland findet man ihn auch verwildert, besonders an Flussufern, in Auwäldern, an Hecken und auf nährstoffreichen, eher feuchten Standorten.

Für Hopfenzapfen werden die weiblichen Blütenstände geerntet, bevor sie überständig werden. Nach der Ernte werden sie schonend getrocknet, damit die zapfenartige Struktur und das aromatische Profil erhalten bleiben. Gute Ware zeigt grünlich gelbe bis gelbgrüne Zapfenanteile, einen kräftig würzigen Duft und eine erkennbare, harzig bittere Note. Die Qualität von Lupuli flos ist auch in pharmazeutischen Standards beschrieben.

Die Namensgeschichte ist bildhaft. Humulus wird als Latinisierung eines germanischen Hopfennamens gedeutet. Lupulus ist die Verkleinerungsform von lupus, also Wolf. Diese Deutung bezieht sich auf die rankende Pflanze, die sich an anderen Gewächsen emporzieht. Auch der deutsche Name Hopfen wird verschieden erklärt und möglicherweise mit den quastenartigen weiblichen Blütenzapfen verbunden. Das Pflanzenstoffprofil umfasst vor allem Hopfenharz mit Bitterstoffen, ätherisches Öl und weitere Begleitstoffe. Diese Stoffgruppen beschreiben das botanische Profil, ohne daraus eine Wirkung abzuleiten.


Mythen und Geschichten

Hopfen ist eine der großen Kulturpflanzen der europäischen Braugeschichte. Seit dem frühen Mittelalter wurde er in Mitteleuropa für die Bierbereitung kultiviert. Seine Bitterstoffe prägten Geschmack, Aroma und Haltbarkeit des Bieres. Dadurch wurde eine rankende Wildpflanze zu einem festen Bestandteil von Klostergärten, Brauhandwerk und später auch großflächigem Anbau.

Auch die Namensbilder des Hopfens sind bemerkenswert. Der botanische Artname lupulus, kleiner Wolf, deutet auf die kraftvolle Art, mit der die Pflanze andere Gewächse umrankt. Die möglichen Deutungen des deutschen Namens verweisen auf quastenartige Blütenzapfen. So verbindet Hopfen in seiner Geschichte Braukultur, Pflanzenbeobachtung und eine auffällig lebendige Sprache.


Teemischungen nach Roland Draht

In der Buchsystematik nach Roland Draht werden Hopfenblüten in mehreren thematisch gegliederten Rezepturen geführt. Das Buch ordnet die Mischungen nach Körperbereichen und Themenfeldern. Hopfen erscheint darin nicht als isolierte Einzelaussage, sondern als würzig bitterer Blütenbestandteil innerhalb komplexer Kräuterrezepturen.

Im Themenfeld Nerven und Psyche ist Hopfen im Buch unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 13 und Tee Nr. 14. Dort wird er mit Baldrianwurzel, Fenchel, Hagebuttenschalen, Johanniskraut, Lavendelblüten, Melissenblättern, Kamillenblüten und weiteren Bestandteilen kombiniert. Diese Zuordnung beschreibt ausschließlich den Rezepturzusammenhang im Buch.

Ein weiteres Themenfeld im Buch ist Beweglichkeit und Stoffwechsel. Dort taucht Hopfen beispielsweise in Tee Nr. 73 auf. Biologisch lässt sich seine Rolle über das Pflanzenstoffprofil beschreiben: Hopfenharz mit Bitterstoffen, ätherisches Öl und weitere Begleitstoffe prägen Lupuli flos. Daraus wird keine Wirkung abgeleitet.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege wird in kleinen Chargen gearbeitet. Der Hopfen wird sorgfältig geprüft, von Hand abgefüllt, aromaschonend verpackt und sauber etikettiert. So bleibt jede Charge übersichtlich kontrollierbar und gelangt in einer verlässlichen Qualität in den Versand.

Für eine gute Tasse Tee spielt neben dem Kraut auch das Wasser eine wichtige Rolle. Ein angenehm schmeckendes Wasser kann die würzigen, bitteren und harzig aromatischen Noten des Hopfens klarer hervortreten lassen. Deshalb finden Sie bei uns neben Kräutern und Teemischungen auch passende Produkte rund um Wasserbelebung. Die fertigen Packungen werden lichtgeschützt gelagert, sicher verpackt und zuverlässig versendet.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

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