4,90 €*
Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage
Johanniskraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Hyperici Herba, Hypericum perforatum L., Echtes Johanniskraut, Johanneskraut, Feldhopfenkraut, Blutkraut, Frauenkraut, Tüpfel-Johanniskraut, Tüpfel-Hartheu, Gemeines Johanniskraut, Johanniswurz, Mannskraft, Wundkraut
Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Johanniskrauttee mit ca. 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 5-8 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse trinken (über mehrere Wochen).
Hinweis:
Da Johanniskraut lichtempfindlich macht, bitte während der Kur pralles Sonnenlicht oder das Solarium meiden.
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen!
Geschmack und Einordnung
Johanniskraut hat in der Teeküche einen warmen, krautigen und leicht herben Charakter. Der Aufguss wirkt geschmacklich eher klar als schwer, mit einer feinen grasigen Note und einem dezenten, manchmal leicht harzigen Hintergrund. Je nach Schnitt, Erntezeitpunkt und Ziehdauer kann eine zarte Bitterkeit hervortreten, die dem Tee Struktur gibt und ihn gut mit milderen Kräutern verbindet.
Als Einzelkraut eignet sich Johanniskraut besonders für Teemischungen, in denen eine sonnige, aromatisch herbe Kräuternote gewünscht ist. Es fügt sich gut zu Melisse, Lavendel, Fenchel, Weißdornblättern, Hagebuttenschalen oder Ringelblumenblüten. In harmonischen Mischungen steht es selten nur für den Geschmack allein, sondern bringt zugleich Farbe, Pflanzenprofil und eine lange Kräutertradition mit ein. Für einen runden Johanniskrauttee empfiehlt sich eine ausgewogene Kombination mit weicheren, blumigen oder fruchtigen Bestandteilen.
Herkunft und Hintergrund
Johanniskraut, botanisch Hypericum perforatum, gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse. Die Pflanze ist in Europa und Westasien heimisch, kommt auch in Nordafrika und auf den Kanarischen Inseln vor und wurde in weiteren Weltregionen eingebürgert. Sie wächst bevorzugt an Wegrändern, Feldrainen, auf Magerwiesen, in lichten Gebüschen und an sonnigen, eher trockenen Standorten. Ihr Erscheinungsbild passt gut zu diesen offenen Plätzen, denn Johanniskraut ist eine aufrechte, ausdauernde Sommerpflanze mit verzweigten Stängeln und leuchtend gelben Blüten.
Besonders typisch sind die kleinen durchscheinenden Punkte in den Blättern. Hält man ein Blatt gegen das Licht, wirken diese Punkte fast wie winzige Löcher. Darauf verweist auch der Artname perforatum, der sinngemäß mit durchlöchert oder durchbohrt verbunden ist. Diese Punkte sind jedoch keine echten Löcher, sondern feine Drüsen und Ölbehälter im Pflanzengewebe. Auch die Blütenblätter tragen solche Drüsen. Dort erscheinen einige von ihnen dunkel, weil sie rote Pflanzenstoffe enthalten.
Die Blütezeit beginnt meist um den Johannistag am 24. Juni und reicht bis in den Spätsommer. Daraus erklärt sich der deutsche Name Johanniskraut. Die Pflanze ist eng mit dem Licht des Hochsommers verbunden, nicht nur botanisch, sondern auch sprachlich und kulturgeschichtlich. Weitere Namen wie Tüpfel Hartheu oder Hartheu verweisen auf die punktierten Blätter und die relativ festen Stängel. Beim Zerreiben frischer Blüten kann sich eine rötliche Färbung zeigen, die Johanniskraut in der traditionellen Pflanzenkunde zusätzlich geprägt hat.
Verwendet werden bei Johanniskraut die getrockneten blühenden Triebspitzen mit Blüten, Blättern und Stängelanteilen. Für die Teeküche ist der sorgfältige Erntezeitpunkt wichtig, denn die Pflanze wird gesammelt, wenn die oberirdischen Teile gut entwickelt und die Blüten präsent sind. Nach der Ernte folgt eine schonende Trocknung, damit Farbe, Duft und Schnittbild erhalten bleiben. Ein guter Schnitt zeigt grüne Krautanteile, gelbe Blütenreste und teils dunkle Drüsenpunkte.
Das Pflanzenstoffprofil von Johanniskraut ist vielschichtig. Charakteristisch sind Hypericine, Hyperforin, Flavonoide, Biflavone, Gerbstoffe und kleinere Anteile ätherischer Komponenten. Für einen Shoptext ist dabei vor allem die botanische Einordnung interessant: Johanniskraut ist kein rein duftendes Blütenkraut und auch kein klassisches Bitterkraut, sondern verbindet krautige, leicht herbe, farbstoffreiche und aromatische Bestandteile in einer Pflanze.
In Handel und Kulturgeschichte ist Johanniskraut seit Langem präsent. Neben getrocknetem Kraut für Tee sind auch Auszüge aus frischen Blüten bekannt, die wegen ihrer rötlichen Farbe traditionell als Rotöl bezeichnet wurden. Für die Teeküche bleibt jedoch das geschnittene Kraut entscheidend. Es bringt eine markante, sommerlich geprägte Pflanzenidentität mit und zählt zu den Kräutern, die viele Menschen schon vom Wegesrand kennen.
Mythen und Geschichten
Johanniskraut ist stark mit dem Johannistag und der Sommersonnenwende verbunden. Wenn die Tage ihren längsten Stand erreichen, öffnet die Pflanze ihre gelben Blüten. Dadurch wurde sie in vielen Regionen zu einem Sinnbild für Sommerlicht, Sonnenkraft und den Übergang in die zweite Jahreshälfte. Der Name erinnert bis heute an Johanni, den 24. Juni.
Auch die rote Färbung der frischen Blüten hat die Fantasie angeregt. Beim Zerreiben können die Finger rötlich werden, was ältere Namen und Erzählungen rund um Blut, Licht und Schutz beeinflusst hat. In der europäischen Volksüberlieferung wurde Johanniskraut mancherorts als Schutzkraut angesehen, gesammelt, aufgehängt oder in Bräuchen zur Mittsommerzeit verwendet. Solche Geschichten gehören zur Kultur der Pflanze und machen sie zu einem der bekanntesten Sommerkräuter Europas.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Buch nach Roland Draht ist Johanniskraut in mehrere thematisch gegliederte Tees eingebunden. Das Buchsystem ordnet Kräutermischungen nach Körperbereichen und übergeordneten Themenfeldern. Johanniskraut erscheint darin nicht als alleinstehende Aussage, sondern als Bestandteil komplexer Rezepturen mit weiteren Kräutern wie Melisse, Baldrianwurzel, Herzgespannkraut, Hagebuttenschalen, Weißdornblättern, Ringelblumenblüten oder Rosmarin.
Besonders deutlich taucht Johanniskraut im Buch im Themenfeld Nerven und Psyche auf. Dort ist es unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 11 und Tee Nr. 12. Die Zuordnung folgt dabei der Systematik des Buches und beschreibt keine einzelne Eigenschaft des Krautes, sondern seine Rolle innerhalb einer abgestimmten Kräuterkombination.
Auch an anderer Stelle des Buches wird Johanniskraut geführt, zum Beispiel in Tee Nr. 41 aus dem Themenfeld Drüsen, Lymphe und Abwehr sowie in weiteren Rezepturen aus den Bereichen Herz, Kreislauf, Blase, Verdauung, Bewegungsapparat, Haut und Haar sowie Augen. Botanisch lässt sich die breite Einbindung durch das vielschichtige Pflanzenstoffprofil plausibel einordnen: Johanniskraut enthält unter anderem Hypericine, Hyperforin, Flavonoide, Biflavone und Gerbstoffe, ohne dass daraus eine einzelne Teeaussage abgeleitet werden muss.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege wird in kleinen Chargen gearbeitet. Das Johanniskraut wird sorgfältig geprüft, sauber gelagert und von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein stimmiges Schnittbild, auf die typische Farbe der Kraut und Blütenanteile sowie auf eine aromenschonende Verpackung. Die Ware wird lichtgeschützt behandelt, sauber etikettiert und sicher versendet.
Gerade bei einem charaktervollen Kraut wie Johanniskraut ist eine sorgfältige Verarbeitung wichtig, damit der Tee sein klares, krautiges Profil behält. Für eine gute Tasse Tee spielt neben dem Kraut auch das Wasser eine wichtige Rolle. Deshalb führen wir bei Kräuter & Wege neben Kräutern und Teemischungen auch passende Produkte rund um Wasserbelebung und Wasserqualität.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.


