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Petersilienwurzel, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU- /Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Petroselini Radix, Petersilie, Gartenpetersilie, Knollenpetersilie, Krause Petersilie, Wurzelpetersilie
Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Petersilienwurzel mit ca. 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 8-10 Minuten abseihen.
Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten:
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.
Geschmack und Einordnung
Petersilienwurzel besitzt einen würzigen, charakteristisch krautigen Geschmack mit einer feinen erdigen Süße. Das Aroma erinnert deutlich an Petersilie, wirkt jedoch wärmer und etwas kräftiger als das frische Blatt. Hinzu kommen leicht holzige, wurzelige und dezent herbe Nuancen. Im Aufguss entsteht dadurch ein eher herzhafter Kräutercharakter, der sich deutlich von blumigen oder fruchtigen Teezutaten unterscheidet.
In Teemischungen lässt sich Petersilienwurzel besonders gut mit anderen Wurzeln und kräftigen Kräutern kombinieren. Angelikawurzel, Löwenzahn, Hauhechelwurzel, Schafgarbe, Rosmarin und Wacholder können ihren würzigen Grundton aufnehmen und ergänzen. Mildere Blätter und Blüten schaffen dagegen einen geschmacklichen Ausgleich. Durch ihr markantes, aber nicht scharfes Aroma kann Petersilienwurzel einer Mischung mehr Tiefe verleihen, ohne andere Bestandteile vollständig zu überdecken.
Herkunft und Hintergrund
Die Petersilienwurzel stammt von der Petersilie Petroselinum crispum aus der Familie der Doldenblütler. Die botanische Bezeichnung des verwendeten Wurzelteils lautet Petroselini Radix. Innerhalb der vielfältigen Kulturformen der Petersilie gibt es Sorten, die gezielt auf eine kräftige Speicherwurzel hin selektiert wurden. Diese sogenannte Wurzelpetersilie unterscheidet sich von typischen Blattpetersilien vor allem durch ihre stark entwickelte, fleischige Wurzel.
Das natürliche Herkunftsgebiet von Petroselinum crispum liegt nach heutiger botanischer Einordnung vor allem im nordwestlichen Afrika und auf der Balkanhalbinsel. Durch ihre lange Kulturgeschichte verbreitete sich Petersilie weit über diese Regionen hinaus. Heute ist sie in zahlreichen Ländern Europas und anderen gemäßigten Regionen als Kulturpflanze etabliert. Petersilienwurzel für den Handel stammt aus gezieltem Anbau und nicht aus Wildsammlung.
Petersilie entwickelt im ersten Jahr eine Blattrosette und eine Speicherwurzel. Bei Wurzelpetersilie ist diese Wurzel besonders kräftig ausgebildet und meist länglich bis kegelförmig. Im zweiten Jahr bildet die Pflanze einen höheren Blütenstängel mit den für Doldenblütler typischen Blütenständen. Die kleinen Blüten stehen in zusammengesetzten Dolden. Für die Gewinnung der Wurzel steht jedoch die Entwicklung im ersten Vegetationsjahr im Mittelpunkt.
Wurzelpetersilie bevorzugt lockere, tiefgründige Böden, in denen sich die Wurzel gleichmäßig entwickeln kann. Verdichtete oder steinige Böden können zu Verzweigungen und unregelmäßigen Formen führen. Die Ernte erfolgt überwiegend nach ausreichender Ausbildung der Speicherwurzel. Für die weitere Verwendung wird die Wurzel gereinigt, geschnitten und sorgfältig getrocknet. Das getrocknete Material zeigt helle beige bis gelblich braune Farbtöne und behält einen deutlich würzigen Petersiliengeruch.
Die Verwendung von Petersilie reicht weit in die europäische Kulturgeschichte zurück. Bereits in der Antike war die Pflanze bekannt, wobei historische Beschreibungen nicht immer eindeutig zwischen Petersilie, Sellerie und verwandten Doldenblütlern unterschieden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Petersilie zu einer wichtigen Garten und Kulturpflanze. Während Blattpetersilie vor allem als Gewürzkraut verbreitet wurde, entwickelte sich mit der Wurzelpetersilie eine Kulturform, bei der die aromatische Speicherwurzel im Mittelpunkt steht. In Mittel und Osteuropa wurde sie traditionell sowohl in der Küche als auch im Kräuterhandel verwendet.
Auch die Namensgeschichte verweist auf eine lange botanische Tradition. Der Gattungsname Petroselinum geht auf ein griechisches Wort zurück, das sinngemäß mit Steinsellerie oder Felsensellerie verbunden wird. Petersilienwurzel enthält ein natürliches Gemisch verschiedener Pflanzenstoffe. Dazu gehören geringe Mengen ätherischen Öls mit unterschiedlichen aromatischen Komponenten sowie weitere Begleitstoffe. Zusammensetzung und Gehalt können je nach Sorte, Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und Verarbeitung variieren. Für die sensorische Qualität sind deshalb eine sorgfältige Ernte, schonende Trocknung und sachgerechte Lagerung besonders wichtig.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Buch Tee Therapie mit System gliedert Roland Draht seine Kräutermischungen nach unterschiedlichen Körperbereichen und Themenfeldern. Petersilienwurzel ist dort Bestandteil mehrerer komplex aufgebauter Rezepturen. Im Buch wird sie mit Wurzeln, Blättern, Blüten und Früchten kombiniert und fügt sich mit ihrem würzig erdigen Charakter besonders gut in kräftigere Kräutermischungen ein.
Im Themenfeld Verdauung und Stoffwechsel taucht Petersilienwurzel im Buch beispielsweise in Tee Nr. 611 auf. Roland Draht kombiniert die Wurzel in diesen Rezepturen unter anderem mit Angelikawurzel, Löwenzahn, Erdrauchkraut, Bohnenhülsen, Schafgarbenkraut und weiteren Pflanzen.
Ein weiteres Themenfeld des Buches ist Nieren und Blase. Dort ist Petersilienwurzel Bestandteil von Tee Nr. 51. Zusätzlich erscheint sie im Buch in Rezepturen anderer Themenbereiche, etwa in Tee Nr. 74. Als botanischer Hintergrund lässt sich das Pflanzenstoffprofil der Petersilienwurzel betrachten. Dazu gehören geringe Mengen ätherischen Öls mit aromatischen Phenylpropanoiden und weiteren Begleitstoffen. Diese Stoffgruppen werden hier ausschließlich zur sachlichen Einordnung genannt, ohne daraus eine konkrete Wirkung oder Anwendung abzuleiten.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege wird Petersilienwurzel in kleinen Chargen verarbeitet und sorgfältig geprüft. Wir achten auf eine typische Schnittstruktur, eine natürliche helle bis gelblich braune Färbung und den charakteristischen würzig aromatischen Geruch der Wurzel. Anschließend wird das Pflanzenmaterial von Hand abgefüllt, sauber etikettiert und aromaschonend sowie lichtgeschützt verpackt.
Für den Versand wird jede Bestellung sorgfältig vorbereitet, damit die geschnittenen Wurzelstücke sicher bei Ihnen ankommen. Auch die Qualität des verwendeten Wassers kann den Geschmack eines Kräuteraufgusses deutlich beeinflussen. Möglichst geschmacksneutrales Wasser lässt die natürlichen Aromen der verwendeten Kräuter klarer hervortreten. Passende Wasserfilter und Produkte zur Wasserbelebung finden Sie ebenfalls bei Kräuter & Wege.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.



