Bio Preiselbeerblätter Preiselbeer

Gewicht: 200 g
Produktinformationen "Bio Preiselbeerblätter Preiselbeer"

 

Preiselbeerblätter, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Vitis Idaei Folia, Preiselbeere

Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Preiselbeerblättertee mit ca. 1/4 l siedendem Wasser übergießen und nach 5-8 Minuten abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.

 

Geschmack und Einordnung

Preiselbeerblätter besitzen ein deutlich herbes, pflanzliches Geschmacksprofil. Im Aufguss treten trockene, leicht bittere und fein zusammenziehende Noten hervor, die sich klar von der fruchtigen iroten Preiselbeeren verbindet. Der Geschmack ist eher geradlinig und kräftig als süß oder verspielt. Besonders die enthaltenen Gerbstoffe prägen den charakteristischen Eindruck im Mund.

In Kräutermischungen können Preiselbeerblätter eine strukturgebende Rolle übernehmen. Ihr herber Charakter lässt sich gut mit milderen Blättern, Blüten und aromatischeren Kräutern kombinieren. Dadurch eignen sie sich besonders für Mischungen, in denen eine kräftige pflanzliche Grundnote gefragt ist. Wer Preiselbeerblätter einzeln aufgießt, erhält einen vergleichsweise ursprünglichen Kräutertee mit wenig Süße und einer deutlich erkennbaren Blattnote.


Herkunft und Hintergrund

Die Preiselbeere trägt den botanischen Namen Vaccinium vitis-idaea L. und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie wächst als immergrüner Zwergstrauch und erreicht meist nur eine geringe Höhe. Ihre ledrigen, ovalen und glänzenden Blätter bleiben auch über den Winter an der Pflanze. Charakteristisch sind der leicht nach unten umgeschlagene Blattrand und die braun punktierte Blattunterseite. Im Frühsommer erscheinen kleine weiße bis zart rosafarbene, glockenförmige Blüten, aus denen sich später die bekannten leuchtend roten Früchte entwickeln.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Preiselbeere erstreckt sich über große Teile der kühlen und gemäßigten nördlichen Hemisphäre. Sie kommt in Europa, weiten Teilen Asiens und Nordamerika vor und reicht bis in subarktische Regionen. Auch in Gebirgslagen ist sie anzutreffen. In Europa wächst sie vom hohen Norden bis in südlichere Gebirgsregionen wie die Alpen, die Pyrenäen und Teile der Balkanhalbinsel. Ihre geringe Wuchshöhe und das immergrüne Laub passen gut an Standorte mit langen Wintern und kurzen Vegetationsperioden.

Für den Kräuterhandel sind nicht die roten Früchte, sondern die getrockneten Laubblätter von Bedeutung. Ein erheblicher Teil der traditionellen Handelsware stammt aus Wildsammlungen, besonders aus nordeuropäischen Ländern wie Norwegen, Schweden und Finnland. Nach der Sammlung werden die Blätter getrocknet und für die weitere Verwendung aufbereitet. Da es sich um ein immergrünes Heidekrautgewächs handelt, unterscheiden sich die festen, ledrigen Blätter deutlich von den weichen Blättern vieler klassischer Teekräuter.

Auch sprachgeschichtlich besitzt die Preiselbeere einen interessanten Hintergrund. Der Gattungsname Vaccinium wird mit alten lateinischen Bezeichnungen für Beeren und Beerensträucher in Verbindung gebracht. Der Artname vitis-idaea nimmt unter anderem Bezug auf die traubenartige Anordnung der Blüten. Auch der deutsche Name Preiselbeere hat eine lange Entwicklung hinter sich. Eine mögliche sprachliche Wurzel liegt im obersorbischen Ausdruck für leicht abstreifbare Beeren. Im älteren Neuhochdeutschen findet sich unter anderem die Bezeichnung Preusselbeer.

Wissenschaftlich wurde Vaccinium vitis-idaea bereits 1753 unter diesem Namen beschrieben. Die Pflanze ist damit seit Langem botanisch klar erfasst. Während die roten Beeren vor allem als Lebensmittel bekannt sind und traditionell zu Konfitüren, Säften und Mus verarbeitet werden, besitzen die Blätter eine eigene Geschichte im europäischen Kräuterhandel. Frucht und Blatt werden deshalb trotz ihrer Herkunft von derselben Pflanze ganz unterschiedlich verwendet.

Das charakteristische Pflanzenstoffprofil der Preiselbeerblätter wird vor allem durch Arbutin und weitere Phenolglykoside geprägt. Hinzu kommen Gerbstoffe, darunter insbesondere Catechingerbstoffe, sowie Flavonoide und Triterpene. Der vergleichsweise hohe Gerbstoffanteil erklärt auch den deutlich herben und trockenen Charakter des Aufgusses. Damit unterscheiden sich Preiselbeerblätter sensorisch und stofflich deutlich von der wesentlich fruchtiger wahrgenommenen Beere.


Teemischungen nach Roland Draht

Im Buch Tee Therapie mit System ordnet Roland Draht seine Kräutermischungen verschiedenen thematischen Körperbereichen zu. Preiselbeerblätter erscheinen dort als Bestandteil mehrerer Rezepturen. Die Einordnung folgt dabei dem im Buch beschriebenen Gesamtsystem der Mischungen und ist nicht als eigenständige Aussage über die einzelne Pflanze zu verstehen.

Besonders deutlich tauchen Preiselbeerblätter im Buch im Themenfeld Nieren und Blase auf. Sie sind dort unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 52 und Tee Nr. 53. Beide Rezepturen gehören innerhalb von Tee Therapie mit System zu diesem thematischen Bereich und kombinieren Preiselbeerblätter jeweils mit einer größeren Auswahl weiterer Kräuter.

Ein weiteres Themenfeld des Buches ist Drüsen, Lymphe und Abwehr. Auch dort sind Preiselbeerblätter Bestandteil einer Rezeptur, beispielsweise von Tee Nr. 42. Diese Zuordnung stammt ebenfalls aus dem von Roland Draht beschriebenen Mischungssystem. Botanisch besitzen Preiselbeerblätter ein markantes Stoffprofil mit Arbutin und weiteren Phenolglykosiden sowie Gerbstoffen, Flavonoiden und Triterpenen. Diese Stoffgruppen beschreiben die pflanzliche Eigenart des Krautes, ohne daraus eine Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen abzuleiten.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Die Preiselbeerblätter werden sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Behandlung während der Abfüllung. Die fertigen Kräuter werden aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für den Versand vorbereitet.

Auch das verwendete Wasser hat Einfluss darauf, wie sich der Geschmack eines Kräuteraufgusses entwickelt. Gerade bei kräftigen, gerbstoffreichen Blättern kann eine angenehme Wasserqualität den Gesamteindruck des Tees mitbestimmen. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

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