| Anzahl | Stückpreis | Grundpreis |
|---|---|---|
| Bis 3 | 2,95 €* | 147,50 €* / 1000 Gramm |
| Ab 4 | 2,75 €* | 137,50 €* / 1000 Gramm |
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Ringelblumenblüten, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Calendulae Flores, Calendula Officinalis L., Ringelblume, Calendula, Calendulae, Gartenringelblume, Goldblume, Goldrose, Studentenblume, Sonnwendblume
Anwendung:
Zur inneren und äußeren Anwendung (Umschläge, Kompresse)
Zubereitung als Tee:
1-2 Teelöffel Ringelblumenblütentee mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.
Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen! Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten:
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.
Geschmack und Einordnung
Ringelblumenblüten besitzen ein eher mildes, zurückhaltendes Geschmacksprofil. Im Aufguss zeigen sie eine sanft krautige, leicht herbe Note mit einer dezenten floralen Komponente. Im Vergleich zu stark aromatischen Kräutern wie Pfefferminze, Salbei oder Thymian treten sie geschmacklich deutlich weniger dominant auf. Eine feine Bitterkeit kann im Hintergrund wahrnehmbar sein, ohne den Gesamtcharakter vollständig zu bestimmen.
In Kräutermischungen lassen sich Ringelblumenblüten deshalb vielseitig kombinieren. Sie fügen sich gut zwischen kräftigere Blattkräuter, aromatische Gewürze und mildere Blüten ein, ohne deren Charakter zu überdecken. Gleichzeitig bringen die gelben bis orangefarbenen Blütenblätter eine auffällige optische Komponente in lose Teemischungen. Ringelblumenblüten eignen sich damit besonders für ausgewogene Kräuterkombinationen, in denen neben dem Geschmack auch die sichtbare Vielfalt der verwendeten Pflanzenteile eine Rolle spielt.
Herkunft und Hintergrund
Die Ringelblume trägt den botanischen Namen Calendula officinalis L. und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie ist eine alte Kulturpflanze, die heute in zahlreichen Ländern angebaut wird und vielerorts auch verwildert vorkommt. Ihr ursprünglicher Herkunftsraum wird im westlichen Mittelmeergebiet verortet. Durch ihre lange Geschichte als Gartenpflanze verbreitete sie sich jedoch bereits früh über weite Teile Europas und später weit darüber hinaus.
Die meist einjährige Pflanze erreicht ungefähr 30 bis 50 Zentimeter Höhe. Ihr Stängel ist flaumig behaart und verzweigt sich vor allem im oberen Bereich. Die länglichen Blätter stehen wechselständig am Stängel und besitzen ebenfalls eine leicht behaarte Oberfläche. Besonders auffällig sind die großen Blütenköpfchen. Sie bestehen außen aus zahlreichen gelben bis kräftig orangefarbenen Zungenblüten und im Inneren aus kleineren Röhrenblüten. Je nach Sorte gibt es auch gefüllte Formen mit besonders vielen Zungenblüten. Die Hauptblütezeit reicht in Mitteleuropa meist vom Frühsommer bis in den frühen Herbst.
Die Ringelblume blickt in Europa auf eine lange Kulturgeschichte zurück. Bereits im Mittelalter wurde sie in Gärten angebaut. Für Deutschland sind Hinweise überliefert, nach denen sie vermutlich schon im 12. Jahrhundert in Bauerngärten und auf Friedhöfen kultiviert wurde. Ihre auffällige Farbe, die lange Blütezeit und ihre unkomplizierte Kultur machten sie zu einer verbreiteten Gartenpflanze. Bis heute findet man Ringelblumen nicht nur in Kräuter und Bauerngärten, sondern auch verwildert an Wegrändern, Zäunen und anderen offenen Standorten.
Auch die Namensgeschichte ist eng mit dem Erscheinungsbild und der langen Beobachtung der Pflanze verbunden. Der Gattungsname Calendula wird vom lateinischen Wort calendae abgeleitet, das den ersten Tag eines Monats bezeichnet. Daraus entstand sinngemäß die Vorstellung eines kleinen Kalenders. Der Artname officinalis verweist auf die historische Bedeutung der Pflanze im Umfeld von Apotheken und traditionellen Kräuterzubereitungen. Der deutsche Name Ringelblume nimmt dagegen Bezug auf die auffällig gebogenen und teilweise ringförmig gekrümmten Früchte.
Für getrocknete Ringelblumenblüten werden vor allem die farbintensiven Blütenteile verwendet. Nach der Ernte ist eine sorgfältige und möglichst schonende Trocknung wichtig, damit Farbe, Struktur und pflanzentypische Eigenschaften möglichst gut erhalten bleiben. Im internationalen Kräuterhandel stammen Ringelblumenblüten aus verschiedenen Anbauregionen. Zu den traditionellen Herkunftsländern der Handelsware zählen unter anderem Polen, Ungarn und Ägypten.
Das Pflanzenstoffprofil der Ringelblumenblüten ist vielseitig. Zu den charakteristischen Stoffgruppen gehören Flavonoide, Triterpenalkohole, Triterpensaponine, Carotinoide, Polysaccharide und ätherisches Öl. Besonders die Carotinoide stehen mit der intensiv gelben bis orangefarbenen Färbung der Blüten in Verbindung. Die verschiedenen Stoffgruppen bilden gemeinsam das charakteristische botanische Profil der Ringelblumenblüten und unterscheiden sie deutlich von klassischen Blattkräutern oder stark ätherisch ölhaltigen Gewürzpflanzen.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Buch Tee Therapie mit System gliedert Roland Draht seine Kräutermischungen nach unterschiedlichen Körperbereichen und Themenfeldern. Ringelblumenblüten tauchen dabei in einer vergleichsweise großen Zahl verschiedener Rezepturen auf. Im System des Buches werden sie mit sehr unterschiedlichen Kräutern kombiniert und sind nicht auf einen einzelnen Themenbereich beschränkt. Die Zuordnungen beziehen sich dabei ausdrücklich auf das von Roland Draht im Buch beschriebene Mischungssystem.
Ein Themenfeld im Buch ist Drüsen, Lymphe und Abwehr. Ringelblumenblüten sind dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 41 und Tee Nr. 42. Beide Rezepturen verbinden die Ringelblumenblüten innerhalb des im Buch beschriebenen Systems mit einer umfangreichen Auswahl weiterer Blüten, Blätter und Kräuter.
Ein weiteres Themenfeld des Buches ist Haut und Haare. Auch dort finden sich Ringelblumenblüten, beispielsweise als Bestandteil von Tee Nr. 84. Diese Einordnung stammt ebenfalls aus dem Rezeptursystem von Tee Therapie mit System und stellt keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen der einzelnen Pflanze dar. Botanisch besitzen Ringelblumenblüten ein vielfältiges Stoffprofil mit Flavonoiden, Triterpenverbindungen, Carotinoiden, Polysacchariden und kleinen Anteilen ätherischen Öls. Diese Stoffgruppen beschreiben die charakteristische Zusammensetzung der Blüten.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Die Ringelblumenblüten werden sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir besonders auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung der empfindlichen Blütenteile. Nach der Abfüllung werden die Ringelblumenblüten aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet.
Auch das verwendete Wasser beeinflusst den geschmacklichen Gesamteindruck eines Kräuteraufgusses. Eine angenehme Wasserqualität kann dazu beitragen, dass sich die feinen pflanzlichen und floralen Noten einer Kräutermischung klar entfalten. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.







