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Rosmarinblätter, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Rosmarini Folia, Rosmarinus Officinalis L., Rosmarin, Krankraut, Anthoskraut, Brautkleid, Hochzeitsbleaml, Kid, Meertau, Röselimarie, Weihrauchkraut
Anwendung:
Zur inneren und äusseren Anwendung
Teeaufguss:
1 gehäufter Teelöffel Rosmarinblätter mit ca. 1/4 l siedendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen.
Hinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten:
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.
Geschmack und Einordnung
Rosmarinblätter besitzen ein kräftiges, unverwechselbares Aroma. Ihr Geschmack ist würzig, harzig und leicht bitter, begleitet von balsamischen und dezent kampferartigen Noten. Schon eine kleine Menge kann einen Kräuteraufguss deutlich prägen. Der intensive Duft tritt besonders beim Zerreiben der schmalen Blätter hervor und erinnert unmittelbar an die mediterrane Kräuterküche.
In Teemischungen eignet sich Rosmarin vor allem als charakterstarker Begleiter anderer Kräuter. Er lässt sich gut mit milderen Blättern, würzigen Samen und aromatischen Kräutern kombinieren, sollte geschmacklich jedoch bewusst dosiert werden. In ausgewogenen Mischungen bringt er eine kräftige, warme und zugleich frisch wirkende Kräuternote ein. Auch als Einzelaufguss besitzt Rosmarin einen markanten Charakter, der deutlich herber und würziger ausfällt als bei klassischen milden Blättertees.
Herkunft und Hintergrund
Rosmarin ist ein immergrüner, stark duftender Strauch aus der Familie der Lippenblütler. Traditionell wird die Pflanze unter dem botanischen Namen Rosmarinus officinalis L. geführt. In der heutigen botanischen Systematik gilt Salvia rosmarinus Spenn. als akzeptierter Name. Damit wird Rosmarin inzwischen der großen Gattung Salvia zugeordnet, zu der auch der Echte Salbei gehört. Die bekannte ältere Bezeichnung Rosmarinus officinalis ist jedoch weiterhin weit verbreitet und wird auch in der pharmazeutischen Fachliteratur verwendet.
Seine ursprüngliche Heimat liegt im Mittelmeerraum. Dort wächst Rosmarin als verholzender Strauch an sonnigen und trockenen Standorten und ist an lange, warme Sommer angepasst. Charakteristisch sind seine schmalen, festen und beinahe nadelförmig wirkenden Blätter. Die Blattränder sind nach unten eingerollt, während die Unterseite durch eine dichte Behaarung heller erscheint. In Drüsenschuppen auf der Blattoberfläche befindet sich das intensiv duftende ätherische Öl, das beim Zerreiben der Blätter besonders deutlich wahrnehmbar wird. Die meist blassblauen bis violetten Lippenblüten unterstreichen seine Zugehörigkeit zu den Lippenblütlern.
Die Geschichte des Rosmarins ist eng mit den Kulturen des Mittelmeerraums verbunden. Bereits in der Antike war die aromatische Pflanze bei Griechen und Römern bekannt. Über viele Jahrhunderte hinweg fand sie ihren Platz in Gärten, Klöstern und später in den klassischen Kräutergärten Europas. Gleichzeitig entwickelte sich Rosmarin zu einem wichtigen Gewürz der mediterranen Küche. Sein intensives Aroma passt besonders gut zu kräftigen Speisen und machte die Pflanze weit über ihre ursprüngliche Heimat hinaus bekannt.
Auch der Name Rosmarin verweist auf seine mediterranen Wurzeln. Rosmarinus wird traditionell vom lateinischen Ausdruck ros marinus abgeleitet, was sinngemäß Tau des Meeres bedeutet. Wie genau diese poetische Bezeichnung entstanden ist, lässt sich heute nicht eindeutig klären. Der frühere Artname officinalis verweist auf die lange Geschichte der Pflanze im Umfeld von Apotheken und traditionellen Kräuterzubereitungen.
Heute wird Rosmarin in vielen warmen Regionen kultiviert. Für getrocknete Rosmarinblätter im europäischen Handel spielen unter anderem Anbau und Herkunft aus Spanien, Marokko, Tunesien und Südosteuropa eine Rolle. Rosmarin bevorzugt sonnige Lagen und leichte, gut durchlässige Böden. Nach der Ernte werden die Blätter sorgfältig getrocknet und aufbereitet. Eine schonende Verarbeitung ist besonders wichtig, da das charakteristische Aroma wesentlich durch die flüchtigen Bestandteile des ätherischen Öls bestimmt wird.
Das Pflanzenstoffprofil der Rosmarinblätter wird vor allem durch ätherisches Öl geprägt, zu dessen charakteristischen Bestandteilen 1,8 Cineol und Campher gehören. Hinzu kommen bittere Diterpenverbindungen und typische Pflanzenstoffe aus der Familie der Lippenblütler, darunter Rosmarinsäure. Weitere Bestandteile sind verschiedene Flavonoide und Triterpenverbindungen. Dieses komplexe Stoffprofil prägt gemeinsam mit dem ätherischen Öl den intensiven Duft, den kräftigen Geschmack und den unverwechselbaren Charakter der Rosmarinblätter.
Mythen und Geschichten
Rosmarin besitzt neben seiner Bedeutung als Gewürz und Gartenpflanze eine lange symbolische Geschichte. Über Jahrhunderte wurde er mit Erinnerung und Gedenken verbunden. In England trugen Studierende früher sogar Rosmarinkränze oder Girlanden, wobei die Pflanze sinnbildlich für ein gutes Erinnerungsvermögen stand. Besonders bekannt wurde diese kulturelle Verbindung auch durch die Literatur: In Shakespeares Hamlet erscheint Rosmarin ausdrücklich als Symbol des Erinnerns.
Bemerkenswert ist außerdem, dass Rosmarin in europäischen Traditionen sowohl bei Hochzeiten als auch bei Begräbnissen verwendet wurde. Damit begleitete dieselbe Pflanze sehr unterschiedliche Übergänge des menschlichen Lebens. Bei festlichen wie bei feierlichen Anlässen standen ihre immergrünen Zweige und ihr intensiver Duft im Mittelpunkt. Diese vielseitige kulturelle Rolle erklärt, warum Rosmarin weit mehr als nur ein mediterranes Küchenkraut wurde und über viele Jahrhunderte einen festen Platz in Gärten, Bräuchen und Geschichten Europas erhielt.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Buch Tee Therapie mit System gliedert Roland Draht seine Kräutermischungen nach verschiedenen Körperbereichen und Themenfeldern. Rosmarinblätter gehören innerhalb dieses Buchsystems zu den Kräutern, die in mehreren unterschiedlichen Rezepturen auftauchen. Ihre Zuordnung beschränkt sich dabei nicht auf einen einzigen Bereich, sondern erfolgt als Bestandteil verschieden zusammengesetzter Kräuterkombinationen.
Im Themenfeld Nerven und Psyche ist Rosmarin nach der Einordnung des Buches beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 11 und Tee Nr. 12. In Tee Therapie mit System wird Rosmarin dabei jeweils mit einer größeren Auswahl weiterer Kräuter kombiniert. Die Einordnung bezieht sich ausdrücklich auf das von Roland Draht entwickelte Rezeptur und Themensystem.
Ein weiteres Themenfeld des Buches ist Herz, Kreislauf und Blut. Dort ist Rosmarin unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 22. Auch diese Zuordnung stammt aus dem im Buch beschriebenen System und stellt keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen der einzelnen Pflanze dar. Botanisch besitzen Rosmarinblätter ein markantes Pflanzenstoffprofil mit ätherischem Öl, unter anderem mit 1,8 Cineol und Campher, sowie Diterpenverbindungen, Rosmarinsäure und weiteren Begleitstoffen. Diese Zusammensetzung prägt vor allem die charakteristische Eigenart und das intensive Aroma des Krautes.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Die Rosmarinblätter werden sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung des aromatischen Krautes. Nach der Abfüllung wird der Rosmarin aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet.
Auch die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst, wie sich ein kräftiger Kräuteraufguss geschmacklich entfaltet. Gerade bei aromatischen Kräutern wie Rosmarin lohnt es sich, auf geschmacklich angenehmes Wasser zu achten. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.



