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Schafgarbenkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Millefolii Herba, Achillea Millefolium L., Schafgarbe, Achilleskraut, Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Garbenkraut, Gewöhnliche Schafgarbe, Grundheil, Grützblume, Schafrippenkraut, Tausendblatt
Anwendung:
Zur inneren und äußeren Anwendung.
Zubereitung als Tee:
2 Teelöffel Schafgarbenkraut mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen.
Zubereitung als Badezusatz:
50-75g Schafgarbenkraut mit 1l kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen und abseihen. Dann dem Vollbad zugeben.
Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten:
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.
Geschmack und Einordnung
Schafgarbenkraut besitzt ein charakteristisches, krautig würziges Geschmacksprofil mit einer fein herben bis leicht bitteren Note. Der Aufguss wirkt aromatisch, aber deutlich weniger dominant als stark ätherisch duftende Kräuter wie Pfefferminze oder Salbei. Im Hintergrund können trockene, leicht erdige und fein blumige Nuancen wahrnehmbar sein, die dem Kraut einen eigenständigen und zugleich gut kombinierbaren Charakter verleihen.
In Kräutermischungen lässt sich Schafgarbenkraut vielseitig einsetzen. Seine herbe Grundnote verbindet sich gut mit milderen Blättern, Blüten, Wurzeln und aromatischen Gewürzkräutern. Dabei kann es einer Mischung mehr pflanzliche Tiefe geben, ohne andere Bestandteile vollständig zu überdecken. Als Einzelaufguss entsteht ein geradliniger Kräutertee mit würzigem, leicht bitterem Profil. Besonders für Liebhaber klassischer Kräutertees bietet Schafgarbe damit einen ursprünglichen Geschmack, der deutlich von süßlichen oder fruchtbetonten Tees abweicht.
Herkunft und Hintergrund
Schafgarbenkraut stammt von der Gemeinen Schafgarbe, botanisch Achillea millefolium L. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Botanisch betrachtet gehört sie zu einer vielgestaltigen Pflanzengruppe mit zahlreichen nah verwandten Formen. In Europa ist Schafgarbe weit verbreitet und begegnet uns auf Wiesen, Weiden, Trockenrasen und an Wegrändern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht weit über Mitteleuropa hinaus und umfasst große Teile der gemäßigten und kühleren Regionen Eurasiens.
Die Schafgarbe wird meist etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch. Besonders auffällig sind ihre fein gegliederten Blätter. Sie sind mehrfach geteilt und bestehen aus zahlreichen sehr schmalen Blattabschnitten, wodurch sie beinahe federartig wirken. Am oberen Ende der verzweigten Stängel stehen zahlreiche kleine Blütenköpfchen dicht zusammen. Die einzelnen Köpfchen tragen meist weiße bis zart rosafarbene Zungenblüten und kleine hellere Röhrenblüten im Inneren. Durch die Vielzahl der Blüten entsteht aus der Entfernung der Eindruck einer größeren, nahezu flachen Blütenfläche.
Auch die botanische Namensgeschichte ist bemerkenswert. Der Gattungsname Achillea erinnert an Achilleus aus der griechischen Überlieferung. Einer alten Erzählung zufolge soll eine später mit der Schafgarbe in Verbindung gebrachte Pflanze bei einer Verletzung des Königs Telephos eine Rolle gespielt haben. Das Artwort millefolium bedeutet sinngemäß tausend Blätter und beschreibt die außergewöhnlich fein gegliederte Form der Blätter. Auch der deutsche Name Schafgarbe hat einen anschaulichen Hintergrund: Die Pflanze wird gerne von Schafen gefressen und erhielt dadurch ihren bis heute gebräuchlichen Namen.
Für Schafgarbenkraut werden die blühenden oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Dazu gehören Blätter, Blüten und Teile der Stängel. Nach der Ernte wird das Pflanzenmaterial sorgfältig getrocknet und anschließend für die weitere Verwendung geschnitten und aufbereitet. Handelsware stammt unter anderem aus südosteuropäischen und osteuropäischen Ländern sowie aus Deutschland. Die Qualität von Millefolii herba ist zudem in europäischen Qualitätsstandards beschrieben, was die lange Bedeutung dieses Pflanzenmaterials im professionellen Kräuterhandel widerspiegelt.
Die Schafgarbe ist zugleich ein typisches Beispiel dafür, wie eine unscheinbar wirkende Wiesenpflanze über Jahrhunderte einen festen Platz in der europäischen Kräuterkultur erhalten hat. Ihre charakteristischen Blätter und die dicht stehenden kleinen Blüten machen sie vergleichsweise leicht erkennbar. Dennoch ist die botanische Einordnung anspruchsvoller, als ihr vertrautes Erscheinungsbild vermuten lässt, da zur Achillea millefolium Gruppe mehrere eng verwandte Formen gehören können.
Das Pflanzenstoffprofil des Schafgarbenkrauts umfasst ätherisches Öl, Sesquiterpenlactone, insbesondere Verbindungen aus der Gruppe der Guajanolide, sowie Flavonoide und Caffeoylchinasäuren. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Herkunft und botanischer Ausprägung variieren. Diese verschiedenen Stoffgruppen gehören zum charakteristischen botanischen Profil der Schafgarbe und tragen gemeinsam zu ihrem typischen krautig aromatischen und leicht herben Charakter bei.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Buch Tee Therapie mit System gliedert Roland Draht seine Kräutermischungen nach verschiedenen Körperbereichen und Themenfeldern. Schafgarbenkraut gehört innerhalb dieses Buchsystems zu den Kräutern, die in einer größeren Zahl unterschiedlicher Rezepturen vorkommen. Es wird dort mit Blättern, Blüten, Wurzeln, Früchten und weiteren Kräutern kombiniert. Die jeweiligen Einordnungen beziehen sich ausdrücklich auf das von Roland Draht im Buch entwickelte Rezeptur und Ordnungssystem.
Ein Themenfeld des Buches ist Herz, Kreislauf und Blut. Dort ist Schafgarbenkraut beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 21 und Tee Nr. 22. In beiden Rezepturen wird Schafgarbe innerhalb des in Tee Therapie mit System beschriebenen Konzepts mit einer größeren Auswahl weiterer Pflanzen kombiniert. Die thematische Zuordnung stammt dabei aus dem Buch und ist als Bestandteil dieses Mischungssystems zu verstehen.
Ein weiteres Themenfeld von Tee Therapie mit System ist Verdauung und Stoffwechsel. Auch dort taucht Schafgarbenkraut auf, beispielsweise als Bestandteil von Tee Nr. 63. Auch diese Einordnung folgt dem von Roland Draht beschriebenen Buchsystem und stellt keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen des einzelnen Krautes dar. Botanisch besitzt Schafgarbenkraut ein vielseitiges Pflanzenstoffprofil mit ätherischem Öl, Sesquiterpenlactonen, Flavonoiden und Caffeoylchinasäuren. Diese Stoffgruppen beschreiben die charakteristische pflanzliche Zusammensetzung der Schafgarbe.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Das Schafgarbenkraut wird sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung der getrockneten Blätter, Blüten und Stängelanteile. Nach der Abfüllung wird das Kraut aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet.
Auch das verwendete Wasser beeinflusst, wie sich die feinen und kräftigeren Geschmacksnuancen eines Kräuteraufgusses entfalten. Eine angenehme Wasserqualität schafft deshalb eine gute Grundlage für die Zubereitung von Kräutertee. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.





