Bio Spitzwegerichkraut Spitzwegerich

Gewicht: 50 g
Produktinformationen "Bio Spitzwegerichkraut Spitzwegerich"

 

Spitzwegerichkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Plantaginis Lanceolatae Folium, Plantago Lanceolata L., Spitzwegerich, Spitzwegerichblätter, Heilwegerich, Lungenblatt, Wundwegerich

Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Spitzwegerich mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen!  

Geschmack und Einordnung

Spitzwegerichkraut besitzt ein eher mildes und zurückhaltendes Geschmacksprofil. Im Aufguss zeigt es eine krautige, leicht herbe Note mit einer dezenten Bitterkeit und einem trockenen, pflanzlichen Charakter. Anders als stark aromatische Kräuter wie Pfefferminze, Thymian oder Salbei tritt Spitzwegerich weder durch intensive ätherische Noten noch durch ausgeprägte Süße hervor. Sein Geschmack bleibt geradlinig und vergleichsweise unaufdringlich.

In Kräutermischungen lässt sich Spitzwegerich deshalb vielseitig kombinieren. Er fügt sich gut zwischen aromatische Kräuter, milde Blüten und kräftigere Wurzeln ein, ohne deren Charakter vollständig zu überdecken. Besonders in komplexeren Rezepturen kann seine zurückhaltende Art eine ausgewogene pflanzliche Grundnote unterstützen. Als Einzelaufguss entsteht ein klassisch anmutender Kräutertee mit mild herbem Profil, der vor allem Liebhaber natürlicher und wenig dominanter Kräuternoten anspricht.


Herkunft und Hintergrund

Der Spitzwegerich trägt den botanischen Namen Plantago lanceolata L. und gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Er ist eine ausdauernde krautige Pflanze und in den gemäßigten Klimazonen weit verbreitet. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst große Teile des gemäßigten Eurasiens, Nordafrika und angrenzende Regionen. Durch seine Anpassungsfähigkeit ist er heute weit darüber hinaus anzutreffen. Typische Standorte sind Wiesen, Weiden, Wegränder und andere offene Flächen.

Besonders charakteristisch sind die langen, schmalen und lanzettförmigen Blätter. Sie stehen zahlreich in einer bodennahen Rosette und besitzen mehrere deutlich erkennbare, nahezu parallel verlaufende Längsnerven. Aus der Blattrosette wachsen lange, gefurchte Blütenschäfte empor, die meist deutlich über die Blätter hinausragen. An ihren Enden sitzen dichte, walzenförmige Blütenähren. Während der Blüte ragen die hellen Staubblätter auffällig aus den kleinen Einzelblüten heraus. Die Blütezeit reicht ungefähr von Mai bis September.

Die Form der Blätter spiegelt sich unmittelbar im botanischen Namen wider. Das Artwort lanceolata leitet sich vom lateinischen lanceola ab und bedeutet kleine Lanze. Auch der Name Wegerich besitzt einen anschaulichen Hintergrund. Die Gattungsbezeichnung Plantago wird mit dem lateinischen planta für Fußsohle oder Fußfläche in Verbindung gebracht. Gleichzeitig gehören Wegeriche zu den Pflanzen, die seit jeher häufig an Wegen und auf vom Menschen geprägten Flächen wachsen. Der deutsche Name verbindet die Pflanze dadurch eng mit ihrem typischen Standort.

Spitzwegerich gehört zu den Pflanzen, die in der europäischen Kräuterkultur seit langer Zeit bekannt sind. Seine weite Verbreitung machte ihn zu einer leicht zugänglichen Wildpflanze, die auf Wiesen und an Wegrändern gesammelt werden konnte. Botanisch wurde Plantago lanceolata bereits 1753 unter diesem heute weiterhin akzeptierten Namen beschrieben. Neben der Wildsammlung entwickelte sich im Laufe der Zeit auch ein gezielter Anbau für den professionellen Kräuterhandel.

Für die Handelsware werden die ganzen oder zerkleinerten Blätter und je nach Definition auch Blütenschäfte verwendet. Ein großer Teil der europäischen Handelsware stammt aus Kulturen osteuropäischer Länder, kleinere Mengen werden auch in anderen europäischen Regionen angebaut. Nach der Ernte ist eine sorgfältige Verarbeitung wichtig. Das Pflanzenmaterial wird getrocknet und anschließend je nach Verwendungszweck geschnitten und aufbereitet. Für Spitzwegerichblätter bestehen zudem festgelegte europäische Qualitätsanforderungen.

Das Pflanzenstoffprofil des Spitzwegerichs wird vor allem durch Schleimstoffe, Phenylethanoide und Iridoide geprägt. Zu den bekannten Iridoidverbindungen gehört Aucubin. Die Kombination dieser Stoffgruppen unterscheidet Spitzwegerich deutlich von stark ätherisch ölhaltigen Kräutern. Sein botanischer Charakter wird damit weniger von intensiv duftenden Ölen als von einem vielfältigen Profil wasserlöslicher und weiterer pflanzlicher Begleitstoffe bestimmt.


Teemischungen nach Roland Draht

Im Buch Tee Therapie mit System gliedert Roland Draht seine Kräutermischungen nach verschiedenen Körperbereichen und Themenfeldern. Spitzwegerichkraut taucht innerhalb dieses Buchsystems in mehreren Rezepturen auf und wird dabei mit Blüten, Blättern, Wurzeln, Samen und aromatischen Kräutern kombiniert.

Ein deutlich vertretenes Themenfeld des Buches ist Lunge und Atmung. Spitzwegerichkraut ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 31 und Tee Nr. 33. Beide Rezepturen kombinieren Spitzwegerich innerhalb des in Tee Therapie mit System beschriebenen Konzepts mit zahlreichen weiteren Kräutern. Die thematische Zuordnung stammt dabei aus dem Buch und ist als Bestandteil dieses Mischungssystems zu verstehen.

Ein weiteres Themenfeld von Tee Therapie mit System ist Nieren und Blase. Auch dort findet sich Spitzwegerichkraut, beispielsweise als Bestandteil von Tee Nr. 53. Auch diese Einordnung folgt dem von Roland Draht beschriebenen Buchsystem und stellt keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen des einzelnen Krautes dar. Botanisch besitzt Spitzwegerich ein charakteristisches Pflanzenstoffprofil mit Schleimstoffen, Phenylethanoiden und Iridoiden wie Aucubin. Diese Stoffgruppen beschreiben die pflanzliche Zusammensetzung des Krautes.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Das Spitzwegerichkraut wird sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung der getrockneten Pflanzenteile. Nach der Abfüllung wird das Kraut aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet.

Auch das verwendete Wasser beeinflusst, wie sich die feinen Geschmacksnuancen eines Kräuteraufgusses entwickeln. Gerade bei milden und zurückhaltenden Kräutern bildet geschmacklich angenehmes Wasser eine gute Grundlage für die Zubereitung. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

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