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Weißdorn mit Blüten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)
Synonyme:
Crataegi Folium Cum Flore, Crataegus, Eingriffeliger Weissdorn, Hagdorn, Mehldorn, Rotdorn, Weissheckdorn, Zweigriffeliger Weissdorn
Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Weißdorn Tee mit ca. 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10-20 Minuten abseihen. Weissdorn Tee kann bei Bedarf auch gut mit Honig oder süßem Sanddornsaft gesüßt werden.
Hinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen!
Geschmack und Einordnung
Weißdornblätter mit Blüten besitzen ein eher mildes und zurückhaltendes Geschmacksprofil. Im Aufguss zeigt sich zunächst eine leicht süßliche, pflanzliche Note, die anschließend in eine sanfte Bitterkeit und eine etwas zusammenziehende Herbe übergeht. Der Geruch ist charakteristisch, aber deutlich weniger intensiv als bei stark ätherischen Kräutern wie Thymian, Pfefferminze oder Salbei. Dadurch wirkt Weißdorn geschmacklich ruhig und ausgewogen.
In der Teeküche lässt sich Weißdorn gut mit aromatischeren Kräutern, milden Blüten und würzigen Bestandteilen kombinieren. Er drängt sich geschmacklich nicht in den Vordergrund und kann deshalb eine harmonische pflanzliche Basis für komplexere Kräutermischungen bilden. Süßlichere Bestandteile runden die feine Herbe ab, während kräftigere Kräuter zusätzliche Akzente setzen. Gerade diese zurückhaltende Sensorik macht Weißdornblätter mit Blüten zu einer vielseitig kombinierbaren Teezutat.
Herkunft und Hintergrund
Weißdorn gehört zur botanischen Gattung Crataegus innerhalb der Familie der Rosengewächse. Für Weißdornblätter mit Blüten sind besonders der Eingriffelige Weißdorn, Crataegus monogyna, und der Zweigriffelige Weißdorn, Crataegus laevigata, von Bedeutung. Beide wachsen als große Sträucher oder kleinere Bäume und entwickeln eine dichte, verzweigte Krone mit kräftigen, oft bedornten Zweigen.
Der Eingriffelige Weißdorn ist in weiten Teilen Europas heimisch und kommt darüber hinaus bis nach Russland, Sibirien, Nordafrika und in verschiedene Regionen Asiens vor. Der Zweigriffelige Weißdorn ist ebenfalls in großen Teilen Europas verbreitet. Typische Standorte sind lichte Laubwälder, Gebüsche, Hecken, Waldränder, Zäune sowie Gärten und Parkanlagen. Durch seine dichte Verzweigung und die Dornen ist Weißdorn seit Langem ein prägendes Gehölz traditioneller Heckenlandschaften.
Besonders auffällig ist der Weißdorn im späten Frühjahr. Im Mai und Juni erscheinen zahlreiche kleine weiße Blüten, die dicht zusammenstehen und den Strauch zeitweise nahezu vollständig überziehen können. Beim Eingriffeligen und Zweigriffeligen Weißdorn unterscheidet sich der Aufbau der Blüten unter anderem in der Anzahl der Griffel. Auch die Blattform dient zur botanischen Unterscheidung. Die Blätter des Eingriffeligen Weißdorns sind meist stärker eingeschnitten, während sie beim Zweigriffeligen Weißdorn breiter und weniger tief gelappt erscheinen.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, im Herbst leuchtend rote Früchte. Für Weißdornblätter mit Blüten werden jedoch nicht diese Früchte verwendet, sondern die blühenden oberirdischen Zweigspitzen mit Blättern und Blüten. Das Pflanzenmaterial wird während der Blüte gesammelt und anschließend sorgfältig getrocknet. Handelsware stammt traditionell aus verschiedenen ost und südeuropäischen Regionen. Für die weitere Verarbeitung werden die getrockneten Blätter und Blüten meist geschnitten und als loses Pflanzenmaterial oder als Bestandteil von Kräutermischungen verwendet.
Das Pflanzenstoffprofil von Weißdornblättern mit Blüten ist vor allem durch Flavonoide, oligomere Procyanidine und Caffeoylchinasäuren geprägt. Die genaue Zusammensetzung kann abhängig von Pflanzenart, Standort, Erntezeitpunkt und Verarbeitung variieren. Weißdorn ist botanisch zudem interessant, weil sich verschiedene Arten der Gattung leicht miteinander kreuzen können. Dadurch entstehen zahlreiche Übergangsformen und natürliche Hybriden, was die genaue botanische Abgrenzung innerhalb der Gattung teilweise anspruchsvoll macht.
Der deutsche Name Weißdorn beschreibt zwei besonders auffällige Merkmale der Pflanze unmittelbar. „Weiß“ verweist auf die zahlreichen hellen Blüten, während „Dorn“ auf die bedornten Zweige Bezug nimmt. Diese Kombination hat der Pflanze ihren bis heute gebräuchlichen Namen gegeben. Die Gattung Crataegus gehört seit Jahrhunderten zum vertrauten Bild europäischer Hecken und Kulturlandschaften und verbindet damit botanische Vielfalt, markante Blüte und eine lange Geschichte als traditionell genutztes Pflanzenmaterial.
Teemischungen nach Roland Draht
Im Buch Tee Therapie mit System verwendet Roland Draht Weißdorn in zahlreichen unterschiedlichen Kräuterkombinationen. Im Buch wird er mit aromatischen Kräutern, Wurzeln, Blüten und weiteren Pflanzenbestandteilen zu unterschiedlich zusammengesetzten Rezepturen kombiniert.
Einen deutlichen Schwerpunkt bildet im Buch das Themenfeld Herz, Kreislauf und Blut. Weißdorn ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 21 und Tee Nr. 22. In den im Buch beschriebenen Mischungen wird Weißdorn unter anderem mit Herzgespannkraut, Schafgarbenkraut, Buchweizenkraut, Rosmarin und weiteren Kräutern kombiniert. Seine zurückhaltende Sensorik fügt sich dabei gut in komplexe Kräuterprofile ein.
Ein weiteres Themenfeld des Buches umfasst Nerven und Psyche. Dort taucht Weißdorn beispielsweise in Tee Nr. 12 auf. Auch diese Zuordnung folgt der im Buch dargestellten Rezeptursystematik. Botanisch charakteristisch für Weißdornblätter mit Blüten sind insbesondere Flavonoide, oligomere Procyanidine und Caffeoylchinasäuren. Diese Stoffgruppen prägen das Pflanzenstoffprofil des Weißdorns, ohne dass daraus für die einzelnen Mischungen eine konkrete Wirkung abgeleitet wird.
Qualität bei Kräuter & Wege
Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit kleinen Chargen und achten auf einen sorgfältigen Umgang mit dem Pflanzenmaterial. Weißdornblätter mit Blüten werden vor der Abfüllung kontrolliert und anschließend von Hand abgefüllt. Eine aromaschonende Verpackung und eine möglichst lichtgeschützte Lagerung unterstützen die sorgfältige Aufbewahrung des getrockneten Pflanzenmaterials. Jede Packung wird sauber etikettiert, sicher verpackt und zuverlässig für den Versand vorbereitet.
Auch die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst, wie klar sich die feinen pflanzlichen und leicht herben Geschmacksnoten eines Kräutertees entfalten. Deshalb führen wir neben Kräutern und Teemischungen auch ausgewählte Wasserfilter sowie Lösungen rund um die Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewähltes Pflanzenmaterial, gutes Wasser und eine bewusste Zubereitung sinnvoll miteinander verbinden.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.



