Bio Ysopkraut Ysop Isop

Gewicht: 120 g
Produktinformationen "Bio Ysopkraut Ysop Isop"

Ysopkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Hyssopi Herba, Hyssopus Officinalis L., Bienenkraut, Eisenkraut, Isop, Ispen, Ispenkraut, Klosterysop, Ysop

Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Ysopkrauttee mit ca. 250 ml kaltem Wasser übergießen und zum Kochen bringen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.

Geschmack und Einordnung

Ysopkraut besitzt ein kräftiges, würziges und deutlich krautiges Aroma. Im Aufguss zeigt sich ein herb aromatischer Geschmack mit leicht bitteren und fein harzigen Nuancen. Der intensive Pflanzencharakter erinnert an andere mediterrane Lippenblütler, bleibt dabei jedoch eigenständig. Besonders beim Zerreiben des getrockneten Krautes tritt der aromatische Duft deutlicher hervor, der wesentlich durch das enthaltene ätherische Öl geprägt wird.

In Kräuterteemischungen kann Ysop bereits in moderater Menge einen gut wahrnehmbaren Akzent setzen. Er lässt sich mit milden Blüten, aromatischen Samen und anderen würzigen Kräutern kombinieren. Fenchel oder Anis können seine herben Noten abrunden, während Thymian, Salbei oder Rosmarin ein kräftigeres Kräuterprofil entstehen lassen. Dadurch eignet sich Ysopkraut besonders für vielschichtige Mischungen, in denen eine würzige und leicht bittere Komponente erwünscht ist.


Herkunft und Hintergrund

Der Echte Ysop trägt den botanischen Namen Hyssopus officinalis L. und gehört zur Familie der Lippenblütler. Die mehrjährige Pflanze wächst als kleiner Halbstrauch mit zahlreichen aufrechten und verzweigten Trieben. Die unteren Bereiche können mit zunehmendem Alter verholzen. Typisch sind die schmalen, lanzettlichen bis beinahe linearen Blätter, die gegenständig an den Stängeln sitzen. Zahlreiche kleine Drüsen tragen zum charakteristischen aromatischen Duft der Pflanze bei.

Besonders auffällig ist Ysop während seiner Blütezeit vom Hochsommer bis in den Herbst. Die meist kräftig violettblauen Blüten stehen in dichten, ährenartig wirkenden Blütenständen. Daneben kommen auch Formen mit rosafarbenen oder weißen Blüten vor. Wie bei vielen Lippenblütlern besitzen die Einzelblüten eine typische zweilippige Form. Die farbintensiven Blüten und der kompakte Wuchs haben dazu beigetragen, dass Ysop neben seiner Verwendung als Kräuterpflanze auch in Gärten kultiviert wird.

Sein ursprünglicher Verbreitungsschwerpunkt liegt in wärmeren Regionen Europas und Westasiens. Ysop bevorzugt sonnige, trockene und eher nährstoffarme Standorte mit gut durchlässigen Böden. Felsige Hänge, trockene Grasflächen und steinige Standorte entsprechen seinen natürlichen Ansprüchen besonders gut. In Mitteleuropa wurde die Pflanze über lange Zeit kultiviert und konnte sich regional auch außerhalb von Gärten etablieren. In Deutschland gelten solche Vorkommen botanisch als eingebürgert.

Für Ysopkraut werden die oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Geerntet wird das Kraut vorzugsweise während der Blüte, wenn Blätter, junge Stängel und Blüten gemeinsam verarbeitet werden können. Nach der Ernte wird das Pflanzenmaterial sorgfältig getrocknet und anschließend je nach Verwendungszweck geschnitten. Durch eine möglichst schonende Verarbeitung soll der charakteristische aromatische Pflanzencharakter erhalten bleiben.

Ysop besitzt eine lange Kulturgeschichte als Gewürz und Kräuterpflanze. Sein kräftiges Aroma führte dazu, dass er traditionell zum Würzen unterschiedlicher Speisen und später auch für aromatische Getränke und Kräuterzubereitungen verwendet wurde. Über Jahrhunderte war Ysop zudem Bestandteil europäischer Kräutergärten. Der Artname officinalis weist auf diese lange Geschichte hin. Diese botanische Bezeichnung wurde bei zahlreichen Pflanzen verwendet, die traditionell in Apotheken und Kräuterkammern geführt wurden.

Das Pflanzenstoffprofil von Ysopkraut umfasst vor allem ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide. Die Zusammensetzung des ätherischen Öls kann abhängig von Herkunft, Unterart, Wachstumsbedingungen und Erntezeitpunkt unterschiedlich ausfallen. Diese Stoffgruppen tragen wesentlich zum aromatischen Charakter des getrockneten Krautes bei. Die lateinische Bezeichnung Hyssopi herba bezeichnet dabei das verwendete Ysopkraut, während Hyssopus officinalis der botanische Name der Pflanze selbst ist.


Teemischungen nach Roland Draht

Im Buch Tee Therapie mit System verwendet Roland Draht Ysopkraut in zahlreichen unterschiedlichen Kräuterkombinationen. Sein kräftiges, würziges Profil wird dort mit Blättern, Blüten, Wurzeln und weiteren aromatischen Kräutern zu komplexen Rezepturen kombiniert.

Einen deutlichen Schwerpunkt bildet im Buch das Themenfeld Herz, Kreislauf und Blut. Ysopkraut ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 21 und Tee Nr. 22. In den im Buch beschriebenen Rezepturen wird Ysop mit unterschiedlichen Pflanzen wie Weißdorn, Schafgarbe, Herzgespann, Rosmarin und weiteren Kräutern kombiniert. Sein ausgeprägter Geschmack fügt sich dabei in vielschichtige Kräutermischungen ein.

Ein weiteres Themenfeld des Buches umfasst Drüsen, Lymphe und Abwehr. Dort ist Ysopkraut beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 41. Auch diese Einordnung folgt der im Buch dargestellten Rezeptursystematik. Botanisch charakteristisch sind vor allem ätherisches Öl sowie Gerbstoffe und Flavonoide. Diese Pflanzenstoffgruppen prägen das aromatische Profil von Ysopkraut, ohne dass daraus für die einzelnen Mischungen eine konkrete Wirkung abgeleitet wird.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit kleinen Chargen und achten auf einen sorgfältigen Umgang mit dem Pflanzenmaterial. Das Ysopkraut wird vor der Abfüllung kontrolliert und anschließend von Hand abgefüllt. Eine aromaschonende Verpackung und eine möglichst lichtgeschützte Lagerung unterstützen den Erhalt des charakteristischen Kräuteraromas. Jede Packung wird sauber etikettiert, sicher verpackt und sorgfältig für den Versand vorbereitet.

Auch die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst, wie klar sich die würzigen und herben Geschmacksnoten eines Kräutertees entfalten. Deshalb führen wir neben Kräutern und Teemischungen auch ausgewählte Wasserfilter sowie Lösungen rund um die Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewähltes Pflanzenmaterial, gutes Wasser und eine bewusste Zubereitung sinnvoll miteinander verbinden.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

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