Bio Stiefmütterchenkraut Stiefmütterchen

Gewicht: 240 g
Produktinformationen "Bio Stiefmütterchenkraut Stiefmütterchen"

 

Stiefmütterchenkraut, geschnitten
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Violae Tricoloris Herba, Viola Tricolor L., Stiefmütterchen, Ackerveilchen, Ackerstiefmütterchen, Feldstiefmütterchen, Freisamkraut, Dreifaltigkeitskraut, Wildes Stiefmütterchen.

Anwendungen:
Zur inneren und äußeren Anwendung (Umschläge, feuchte Packungen).

Teeaufguss:
2 Teelöffel Stiefmütterchenkraut mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.

 

Geschmack und Einordnung

Stiefmütterchenkraut besitzt ein eher mildes und zurückhaltendes Geschmacksprofil. Im Aufguss zeigen sich krautige, leicht herbe und fein erdige Noten, begleitet von einer dezenten Bitterkeit. Stark aromatische oder süßliche Nuancen stehen nicht im Vordergrund. Dadurch unterscheidet sich das Kraut deutlich von intensiv duftenden Teekräutern wie Pfefferminze, Thymian oder Salbei und bleibt geschmacklich eher unaufdringlich.

In Kräutermischungen lässt sich Stiefmütterchenkraut vielseitig kombinieren. Es fügt sich gut zwischen kräftigere Blätter, Blüten, Wurzeln und aromatische Kräuter ein, ohne den Gesamtcharakter einer Mischung stark zu dominieren. Die enthaltenen Blüten können dem getrockneten Kraut zudem einzelne farbliche Akzente verleihen. Als Einzelaufguss entsteht ein geradliniger Kräutertee mit einer milden pflanzlichen Grundnote, der besonders zu einer klassischen, wenig süßen Kräuterküche passt.


Herkunft und Hintergrund

Stiefmütterchenkraut wird vor allem mit dem Wilden Stiefmütterchen, botanisch Viola tricolor L., verbunden. Die Pflanze gehört zur Familie der Veilchengewächse. Eng verwandt ist das Ackerstiefmütterchen, Viola arvensis, das bei der botanischen und warenkundlichen Einordnung ebenfalls eine Rolle spielen kann. Das Wilde Stiefmütterchen ist im gemäßigten Europa und in Teilen Asiens heimisch. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von weiten Teilen Europas bis nach Südwestsibirien und in den nordwestlichen Iran.

Die Pflanze wächst einjährig oder ausdauernd und erreicht meist eine Höhe von etwa 10 bis 25 Zentimetern. Typische Standorte sind Wiesenränder, Ackerränder und Magerrasen. Die Blattform kann deutlich variieren. Besonders auffällig sind die Nebenblätter und die charakteristischen fünfzähligen Blüten. Beim Wilden Stiefmütterchen können die Blütenblätter violette, gelbe und weiße Farbanteile miteinander verbinden. Die Blütezeit erstreckt sich über viele Monate und kann vom späten Frühjahr bis in den Herbst reichen.

Der botanische Name beschreibt die Pflanze sehr anschaulich. Viola ist die lateinische Bezeichnung für Veilchen. Das Artwort tricolor bedeutet dreifarbig und nimmt Bezug auf die typische Kombination verschiedener Blütenfarben. Auch der deutsche Name Stiefmütterchen wird traditionell anhand des besonderen Blütenaufbaus erklärt. In einer alten bildhaften Deutung werden die fünf Blütenblätter als Stiefmutter, Töchter und Stieftöchter beschrieben, denen die Kelchblätter sinnbildlich als unterschiedlich verteilte Sitzplätze zugeordnet werden.

Botanisch wurde Viola tricolor bereits 1753 unter diesem Namen beschrieben. Die Art ist sehr formenreich, wodurch die Abgrenzung einzelner Formen und nah verwandter Arten nicht immer ganz einfach ist. Besonders das Ackerstiefmütterchen wurde in der botanischen Literatur unterschiedlich eingeordnet. Diese Vielfalt erklärt, warum bei Stiefmütterchenkraut nicht allein der deutsche Pflanzenname, sondern auch die genaue botanische und warenkundliche Zuordnung von Bedeutung ist.

Für das getrocknete Stiefmütterchenkraut werden die oberirdischen Pflanzenteile zur Blütezeit geerntet. Dazu gehören Stängel, Blätter und Blüten. Im Kräuterhandel stammt entsprechendes Pflanzenmaterial sowohl aus Wildsammlungen als auch aus gezieltem Anbau. Als ein traditionelles Herkunftsland kultivierter Handelsware werden die Niederlande genannt. Nach der Ernte wird das Kraut sorgfältig getrocknet und anschließend je nach Verwendungszweck geschnitten und weiter aufbereitet. Für die Qualität des Pflanzenmaterials bestehen außerdem europäische Standards.

Das Pflanzenstoffprofil des Stiefmütterchenkrauts umfasst verschiedene Flavonoide, Salicylsäurederivate, Pflanzensäuren, Anthocyane und Schleimstoffe. Die Anthocyane stehen unter anderem mit den unterschiedlichen Farbtönen der Blüten in Verbindung. Anders als bei stark ätherisch ölhaltigen Gewürzkräutern wird der Charakter des Stiefmütterchenkrauts somit durch mehrere unterschiedliche Stoffgruppen geprägt. Diese botanische Zusammensetzung gehört zu den charakteristischen Merkmalen des getrockneten Krautes mit seinen Blättern, Stängeln und Blüten.


Teemischungen nach Roland Draht

Im Buch Tee Therapie mit System ordnet Roland Draht seine Kräutermischungen verschiedenen Körperbereichen und thematischen Gruppen zu. Stiefmütterchenkraut taucht innerhalb dieses Buchsystems in mehreren unterschiedlichen Rezepturen auf. Dabei wird es mit Blättern, Blüten, Wurzeln, Früchten und weiteren Kräutern kombiniert. Die jeweiligen Einordnungen beziehen sich ausdrücklich auf das von Roland Draht im Buch entwickelte Rezeptur und Ordnungssystem.

Ein besonders deutlich vertretenes Themenfeld von Tee Therapie mit System ist Haut und Haare. Stiefmütterchenkraut ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 84 und Tee Nr. 86. Beide Rezepturen verbinden Stiefmütterchenkraut innerhalb des im Buch beschriebenen Systems mit einer größeren Auswahl weiterer Pflanzen. Die thematische Zuordnung stammt dabei aus dem Buch und ist als Bestandteil dieses Mischungskonzepts zu verstehen.

Ein weiteres Themenfeld des Buches ist Lunge und Atmung. Auch dort taucht Stiefmütterchenkraut auf, beispielsweise als Bestandteil von Tee Nr. 33. Auch diese Einordnung folgt dem von Roland Draht beschriebenen System und stellt keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen des einzelnen Krautes dar. Botanisch besitzt Stiefmütterchenkraut ein vielfältiges Pflanzenstoffprofil mit Flavonoiden, Salicylsäurederivaten, Anthocyanen, Pflanzensäuren und Schleimstoffen. Diese Stoffgruppen beschreiben die charakteristische Zusammensetzung des Krautes.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Das Stiefmütterchenkraut wird sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung der getrockneten Blätter, Stängel und Blüten. Nach der Abfüllung wird das Kraut aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet.

Auch die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst, wie sich die feineren Geschmacksnuancen eines Kräuteraufgusses entwickeln. Gerade bei milden Kräutern bildet geschmacklich angenehmes Wasser eine gute Grundlage für die Zubereitung. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

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Bio Holunderblüten Holunder
Holunderblüten, gerebeltaus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)Synonyme:Sambuci Flores, Sambucus Nigra L., Holunder, Deutscher Flieder, Echter Holunder, Fliederblüten, Holderblüten, Schwarzer HolunderTeeaufguss:2 gehäufte Teelöffel Holunderblüten mit ca. 1/4 l siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.Sicherheitshinweis:Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen! Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen. Geschmack und Einordnung Holunderblüten haben einen fein blumigen, leicht süßlichen und angenehm hellen Geschmack. Der Aufguss wirkt duftig, weich und freundlich, mit einer zarten Honignote und einem milden, fast sommerlichen Blütencharakter. Im Vergleich zu kräftigen Kräutern oder herben Wurzeln treten Holunderblüten sehr leicht und aromatisch auf. Sie bringen weniger Tiefe als Würzkräuter, dafür viel Duft, Weichheit und helle Fülle in die Tasse. In der Teeküche lassen sich Holunderblüten vielseitig kombinieren. Sie passen gut zu Lindenblüten, Kamillenblüten, Königskerzenblüten, Malvenblättern, Spitzwegerichkraut, Thymian, Ysopkraut, Hagebuttenschalen, Lavendelblüten und milden Fruchtbestandteilen. Ihr Aroma verbindet Blüten, Kräuter und Früchte auf harmonische Weise. Dadurch eignen sie sich besonders für runde Kräutermischungen, duftige Haustees und Kompositionen mit hellem, blumigem Profil. Herkunft und Hintergrund Holunderblüten stammen vom Schwarzen Holunder, botanisch Sambucus nigra L. Die Pflanze gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse. Der Schwarze Holunder ist ein weit verbreiteter Strauch oder kleiner Baum, der in vielen Landschaften Mitteleuropas vertraut ist. Für Tee werden die getrockneten Blüten verwendet, die unter der lateinischen Bezeichnung Sambuci flos bekannt sind. Die ältere Schreibweise Sambuci flores ist im Kräuterhandel ebenfalls geläufig. Der Schwarze Holunder kann mehrere Meter hoch werden und bildet große, gegenständige Fiederblätter. Besonders auffällig ist er im Frühsommer, wenn die kleinen weißen bis cremefarbenen Blüten in breiten, schirmförmigen Trugdolden stehen. Diese Blütenstände können einen Durchmesser von vielen Zentimetern erreichen und verströmen einen intensiven, süßlich blumigen Duft. Später entwickeln sich daraus kleine, dunkle, beerenartige Steinfrüchte. In Europa ist der Schwarze Holunder sehr weit verbreitet. Er wächst in Hecken, an Waldrändern, in Auwäldern, an Wegen, Bahndämmen, Zäunen, Schuttplätzen und auf nährstoffreichen Ruderalflächen. Gerade diese Nähe zu menschlich geprägten Standorten hat ihn zu einer typischen Pflanze von Dorf, Garten und Feldrand gemacht. In Deutschland ist Holunder vielerorts ein vertrauter Begleiter alter Höfe, Hecken und Gartenränder. Für Holunderblüten werden die Blütendolden zur Blütezeit gesammelt und schonend getrocknet. Anschließend werden die kleinen Blüten von den Dolden gelöst. Dieser Arbeitsschritt wird traditionell als Rebeln bezeichnet. Dabei werden die getrockneten Blütenstände vorsichtig abgerieben, sodass die feinen Blüten abfallen und die gröberen Stiele weitgehend zurückbleiben. Gute Holunderblüten zeigen eine helle gelblich weiße Farbe und einen charakteristischen, blumig süßlichen Duft. Auch kulinarisch ist Holunder eng mit dem Frühsommer verbunden. Aus den duftenden Blüten werden Sirup, Limonaden, Blütenauszüge und Gebäck hergestellt. In manchen Regionen werden ganze Dolden in Teig getaucht und ausgebacken. Der Holunder verbindet damit Kräuterkultur, Küche und Landschaft auf besonders anschauliche Weise. Im Herbst folgt eine zweite Seite der Pflanze, wenn die dunklen Früchte verarbeitet werden. Die Namensgeschichte ist vielschichtig. Das Artepitheton nigra verweist auf die dunkle Farbe der reifen Früchte. Der Gattungsname Sambucus wird unterschiedlich gedeutet und mit alten Begriffen für Rot oder mit einem Saiteninstrument in Verbindung gebracht. Das natürliche Pflanzenstoffprofil der Holunderblüten umfasst unter anderem Flavonoide, Hydroxyzimtsäure Derivate, Triterpene, Schleimstoffe und geringe Mengen ätherisches Öl. Diese Stoffgruppen beschreiben das botanische Profil der Blüten, ohne daraus eine Wirkung abzuleiten. Mythen und Geschichten Holunder gehört zu den Pflanzen, die im europäischen Alltag besonders stark mit Haus, Hof und Garten verbunden sind. Er stand häufig an Zäunen, Scheunen, Wegen und alten Hofstellen. Dadurch wurde er über Generationen hinweg nicht nur als Nutzpflanze wahrgenommen, sondern auch als vertrauter Teil der häuslichen Umgebung. Sein auffälliger Blütenduft im Frühsommer und seine dunklen Früchte im Herbst machten ihn zu einer Pflanze mit zwei sehr unterschiedlichen Jahresgesichtern. Eine eigene kleine Kulturgeschichte erzählt auch das Mark der jungen Zweige. Es ist außergewöhnlich hell, weich und dick. Früher wurde es in der Mikroskopie als Hilfsmittel genutzt, um feine Schnitte herzustellen. Zusammen mit Holunderblütensirup, ausgebackenen Blütendolden und Holundersaft zeigt sich eine Pflanze, die nicht nur im Kräuterregal, sondern auch in Küche, Handwerk und Naturbeobachtung Spuren hinterlassen hat. Teemischungen nach Roland Draht In der Buchsystematik nach Roland Draht werden Holunderblüten in mehreren thematisch gegliederten Rezepturen geführt. Das Buch ordnet die Mischungen nach Körperbereichen und Themenfeldern. Holunderblüten erscheinen darin nicht als isolierte Einzelaussage, sondern als duftiger Blütenbestandteil innerhalb komplexer Kräuterrezepturen. Im Themenfeld Atemwege sind Holunderblüten im Buch unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 31 und Tee Nr. 33. Dort werden sie mit Kräutern wie Anis, Dostkraut, Kamillenblüten, Königskerzenblüten, Malvenblättern, Spitzwegerichkraut, Thymian und Ysopkraut kombiniert. Diese Einordnung beschreibt die Buchrezeptur und ist nicht als Einzelversprechen über Holunderblüten zu verstehen. Ein weiteres Themenfeld im Buch ist Drüsen, Lymphe und Abwehr. Dort tauchen Holunderblüten beispielsweise in Tee Nr. 41 auf. Auch in weiteren Buchrezepturen aus angrenzenden Bereichen sind sie enthalten. Biologisch lässt sich ihre Rolle über das natürliche Blütenprofil beschreiben: Flavonoide, Hydroxyzimtsäure Derivate, Schleimstoffe, Triterpene und geringe Mengen ätherisches Öl prägen Sambuci flos. Daraus wird keine Wirkung abgeleitet. Qualität bei Kräuter & Wege Bei Kräuter & Wege wird in kleinen Chargen gearbeitet. Die Holunderblüten werden sorgfältig geprüft, von Hand abgefüllt, aromaschonend verpackt und sauber etikettiert. So bleibt jede Charge übersichtlich kontrollierbar und gelangt in einer verlässlichen Qualität in den Versand. Für eine gute Tasse Tee spielt neben den Blüten auch das Wasser eine wichtige Rolle. Ein angenehm schmeckendes Wasser kann die hellen, blumigen und leicht süßlichen Noten der Holunderblüten klarer hervortreten lassen. Deshalb finden Sie bei uns neben Kräutern und Teemischungen auch passende Produkte rund um Wasserbelebung. Die fertigen Packungen werden lichtgeschützt gelagert, sicher verpackt und zuverlässig versendet.

Inhalt: 80 Gramm (81,25 €* / 1000 Gramm)

6,50 €*
Bio Schachtelhalmkraut Ackerschachtelhalm ZinnkrautBio Schachtelhalmkraut Ackerschachtelhalm Zinnkraut
Bio Schachtelhalmkraut Ackerschachtelhalm Zinnkraut
Schachtelhalmkraut Bio, geschnittenaus kontrolliert biologischen Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)Synonyme:Equiseti Herba, Equisetum Arvense L., Schachtelhalm, Acker-Schachtelhalm, Zinnkraut, Scheuergras, ZinngrasAnwendung:Zur inneren und äußeren Anwendung. Für ein Vollbad werden 100g Schachtelhalm in heißem Wasser 1 Stunde lang ausgezogen. Danach abseihen und dem Bad zugeben.Teeaufguss:1-2 Teelöffel Schachtelhalmkrauttee mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit sollte der Tee nicht verwendet werden.Sicherheitshinweis:Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.  Geschmack und Einordnung Schachtelhalmkraut gehört geschmacklich zu den eher zurückhaltenden Kräutern. Der Aufguss zeigt eine milde, krautige und leicht erdige Grundnote, begleitet von einem trockenen, dezent mineralisch wirkenden Charakter. Ein intensiver Duft oder eine ausgeprägte Süße stehen nicht im Vordergrund. Dadurch unterscheidet sich Schachtelhalm deutlich von stark aromatischen Teekräutern wie Minze, Thymian oder Salbei. In Kräutermischungen lässt sich Schachtelhalmkraut deshalb vielseitig einsetzen. Es drängt sich geschmacklich nicht in den Vordergrund und kann mit Blättern, Blüten, Wurzeln und aromatischeren Kräutern kombiniert werden. Sein eher neutraler Charakter macht es besonders für komplexere Rezepturen interessant, in denen mehrere Pflanzen geschmacklich miteinander verbunden werden sollen. Als Einzelaufguss entsteht ein geradliniger Kräutertee mit mildem, naturbelassenem Profil und einer eher unaufdringlichen pflanzlichen Note. Herkunft und Hintergrund Das Schachtelhalmkraut stammt vom Ackerschachtelhalm mit dem botanischen Namen Equisetum arvense L. Die Pflanze gehört zur Familie der Schachtelhalmgewächse und unterscheidet sich botanisch deutlich von den meisten bekannten Teekräutern. Schachtelhalme sind Sporenpflanzen und bilden weder typische Blüten noch Samen. Ihre Pflanzengruppe besitzt eine sehr lange Entwicklungsgeschichte und war bereits in früheren Erdzeitaltern wesentlich formenreicher vertreten als heute. Der Ackerschachtelhalm ist in den gemäßigten und kühleren Regionen der nördlichen Erdhalbkugel weit verbreitet. Er wächst als ausdauernde Pflanze mit einem unterirdischen, verzweigten Rhizomsystem. Im Jahresverlauf bildet er zwei auffallend unterschiedliche Sprossformen. Im Frühjahr erscheinen zunächst unverzweigte, bräunliche Sprosse mit zapfenähnlichen Sporenträgern. Nachdem diese vergangen sind, entwickeln sich die grünen sterilen Sommertriebe. Diese können etwa einen halben Meter hoch werden und besitzen zahlreiche quirlig angeordnete Seitenzweige. Besonders charakteristisch ist der gegliederte Aufbau der grünen Halme. Die einzelnen Abschnitte des Stängels wirken, als seien sie ineinandergesteckt. An den Knoten sitzen kleine miteinander verwachsene Blättchen, die eine scheidenartige Struktur bilden. Auf dieses Erscheinungsbild geht auch der deutsche Name Schachtelhalm zurück. Der botanische Gattungsname Equisetum setzt sich aus lateinischen Begriffen für Pferd und Borste beziehungsweise Tierhaar zusammen und nimmt Bezug auf das borstenartige Aussehen der verzweigten Triebe. Eine weitere traditionelle Bezeichnung ist Zinnkraut. Sie erinnert an eine praktische Verwendung, die heute weitgehend aus dem Alltag verschwunden ist. Durch Einlagerungen von Kieselsäure besitzen die grünen Stängel eine raue und feste Oberfläche. Früher wurden sie deshalb zum Scheuern und Polieren verwendet, insbesondere für Gegenstände aus Zinn. Namen wie Zinnkraut und Scheuerkraut bewahren diese frühere Nutzung bis heute und zeigen, dass der Ackerschachtelhalm nicht nur als Kräuterpflanze bekannt war. Für Schachtelhalmkraut werden die grünen, sterilen oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Die für die Verarbeitung bestimmten Sommertriebe werden gesammelt, getrocknet und anschließend je nach Verwendungszweck geschnitten und aufbereitet. Handelsware stammt unter anderem aus Ost und Südeuropa sowie aus China. Bei der Verarbeitung ist eine saubere Auswahl des Pflanzenmaterials wichtig, da verschiedene Schachtelhalmarten äußerlich ähnlich erscheinen können. Die Qualität von Equiseti herba ist deshalb auch in europäischen Qualitätsstandards beschrieben. Das Pflanzenstoffprofil des Schachtelhalmkrauts ist vor allem durch Kieselsäure und Silikate geprägt. Hinzu kommen Flavonoide und verschiedene Kaffeesäurederivate. Besonders der hohe Anteil an mineralischen Bestandteilen ist eine botanische Besonderheit der Pflanze und steht auch mit der charakteristisch rauen Beschaffenheit der grünen Sprosse in Verbindung. Dieses Stoffprofil unterscheidet Schachtelhalmkraut deutlich von stark ätherisch ölhaltigen Kräutern und erklärt zugleich seinen vergleichsweise zurückhaltenden Duft und seine besondere Pflanzenstruktur. Teemischungen nach Roland Draht Im Buch Tee Therapie mit System ordnet Roland Draht seine Kräutermischungen verschiedenen Körperbereichen und thematischen Gruppen zu. Schachtelhalmkraut gehört innerhalb dieses Buchsystems zu den Pflanzen, die in zahlreichen unterschiedlichen Rezepturen auftauchen. Es wird dabei mit Blättern, Blüten, Wurzeln und weiteren Kräutern kombiniert. Die folgenden Einordnungen beziehen sich ausdrücklich auf das im Buch beschriebene Rezeptur und Ordnungssystem. Ein besonders deutlich vertretenes Themenfeld im Buch ist Nieren und Blase. Schachtelhalmkraut ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 51 und Tee Nr. 54. Beide Mischungen gehören innerhalb von Tee Therapie mit System zu diesem thematischen Bereich und verbinden Schachtelhalmkraut jeweils mit einer größeren Auswahl weiterer Pflanzen. Ein weiteres Themenfeld des Buches ist Haut und Haare. Auch hier taucht Schachtelhalmkraut auf, beispielsweise als Bestandteil von Tee Nr. 84. Auch diese Zuordnung stammt aus dem von Roland Draht beschriebenen Buchsystem und ist keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen des einzelnen Krautes. Botanisch zeichnet sich Schachtelhalmkraut besonders durch Kieselsäure und Silikate sowie Flavonoide und Kaffeesäurederivate aus. Diese Stoffgruppen beschreiben das charakteristische Pflanzenstoffprofil des Ackerschachtelhalms. Qualität bei Kräuter & Wege Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Das Schachtelhalmkraut wird sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung der getrockneten Pflanzenteile. Nach der Abfüllung wird das Kraut aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet. Auch die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst den geschmacklichen Gesamteindruck eines Kräuteraufgusses. Besonders bei milden Kräutern kann geschmacklich angenehmes Wasser dazu beitragen, dass die feinen pflanzlichen Nuancen klar wahrnehmbar bleiben. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.

Inhalt: 50 Gramm (84,00 €* / 1000 Gramm)

4,20 €*
Fenchel in Schale
Bio Fenchel Bitterfenchel Bitterer Fenchel
  Bitterer Fenchel, ganz aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Foeniculi Fructus, Foeniculum Vulgare Mill., Brotsamen, Frauenfenchel, Langer Anis, Bitterfenchel, Bitterer Fenchel Teeaufguss: 1-2 Teelöffel zerstossener Fenchel mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Sicherheitshinweis: Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.   Geschmack und Einordnung Fenchel gehört zu den Kräutern, die in der Teeküche sofort ein klares Aroma setzen. Die warmen, süßlich an Anis erinnernden Noten wirken rund und weich, dabei nie plump. Im Auftritt ist Fenchel deutlich, im Nachklang eher sanft und „polsternd“, sodass er sich sowohl als Solist als auch als tragende Basis in Mischungen eignet. In Kombination spielt Fenchel besonders harmonisch mit anderen aromatischen Früchten und Samen wie Anis oder Kümmel, aber auch mit floralen und zarten Blattkräutern. Er kann eine Mischung geschmacklich bündeln, Spitzen glätten und den Eindruck von Balance erzeugen. Wer Tees gern fein abgestimmt trinkt, schätzt Fenchel oft als verbindendes Element, das nicht laut wirkt, aber Struktur gibt. Herkunft und Hintergrund Fenchel ist botanisch Foeniculum vulgare, eine Doldenpflanze aus dem Mittelmeerraum. Von dort aus hat sich die Pflanze über Jahrhunderte entlang von Handelswegen und Anbaugebieten in Europa verbreitet. Heute findet man Fenchel sowohl kultiviert als auch verwildert an warmen, trockenen Standorten. Für die Teekultur sind vor allem die reifen Früchte relevant, im Handel meist als Fenchelfrüchte oder Fenchelsamen bezeichnet, fachlich Foeniculi fructus. Spannend ist die Vielfalt innerhalb der Art. In der Praxis unterscheidet man meist bitteren Fenchel und süßen Fenchel, deren Früchte sich in Aromatik und Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden. Daneben existiert der Gemüsefenchel, bei dem die verdickten Blattbasen als Gemüse genutzt werden. Für Tee und Gewürzküche stehen jedoch klar die getrockneten Früchte im Vordergrund, weil sie das charakteristische, würzig süße Profil tragen. Die Pflanze bildet fein gefiederte Blätter und große, gelbe Blütendolden. Nach der Blüte reifen die Früchte heran, die bei guter Qualität gleichmäßig geformt und aromatisch sind. Für Fenchelfrüchte werden die Dolden typischerweise geerntet, wenn die Früchte ausgereift, aber noch nicht stark ausfallend sind. Anschließend werden sie getrocknet und ausgedroschen, damit die Früchte sauber vom Pflanzenmaterial getrennt werden können. Dieser Schritt prägt die spätere Reinheit, das Aussehen und auch die Aromaintensität. Als Kulturpflanze ist Fenchel seit der Antike bekannt. Er war Gewürz, Küchenpflanze und Teil der Alltagskultur in vielen Regionen. Von mediterranen Küchen aus fand Fenchel seinen Weg in Klostergärten, Hausgärten und in die Vorratskammern der Gewürzhändler. Das macht ihn zu einem der klassischen Aromakräuter, die sowohl kulinarisch als auch in der Teekultur eine lange, kontinuierliche Tradition haben. Auch sprachlich ist Fenchel eng mit seiner Geschichte verbunden. Der botanische Name Foeniculum leitet sich vom lateinischen Wort für Heu ab und verweist auf den heuartigen Duft der Pflanze. Gleichzeitig ist Fenchel als „Wegbegleiter“ des Mittelmeerraums in vielen regionalen Namen erhalten geblieben. Diese Mischung aus Alltagsnähe und Tradition erklärt, warum Fenchel bis heute so selbstverständlich wirkt und doch eine erstaunliche Tiefe an Herkunft und Kulturgeschichte mitbringt. Mythen und Geschichten Fenchel taucht nicht nur in der Küche, sondern auch in Erzählungen der Antike auf. Eine besonders bekannte Geschichte verbindet ihn mit Prometheus: Das Feuer soll in einem Fenchelstängel verborgen transportiert worden sein. Der hohle, stabile Stängel eignete sich als Träger für Glut und wurde so zum Symbol für das Weitergeben von Wissen und Kulturtechnik. Ob wörtlich oder sinnbildlich, Fenchel bekommt dadurch eine Rolle als Pflanze des Übergangs zwischen Natur und Zivilisation. Ein zweiter, sehr konkreter kultureller Anker liegt in der griechischen Orts und Ereignisgeschichte. Das Wort „Marathon“ wird häufig mit dem griechischen Begriff für Fenchel in Verbindung gebracht, weil Fenchel in der entsprechenden Gegend reichlich wuchs. So steht Fenchel indirekt für Landschaft und Ortserinnerung und zeigt, wie eng Pflanzenwissen, Sprache und Geografie miteinander verwoben sein können. Im europäischen Volksbrauchtum erscheint Fenchel zudem als Haus und Hofpflanze. In manchen Regionen wurde er an Türen oder in Bündeln aufbewahrt, nicht als medizinische Aussage, sondern als Symbol für Ordnung, Schutz und Vorrat. Fenchel war damit zugleich Gewürz, Duft und Zeichen einer gut geführten Vorratswirtschaft. Teemischungen nach Roland Draht Im System der Teemischungen nach Roland Draht sind die Rezepturen thematisch gegliedert und orientieren sich an Körperbereichen und funktionalen Zusammenhängen. Fenchel ist dabei ein klassischer Baustein, der in unterschiedlichen Mischungsgruppen auftaucht. Seine Rolle ist oft die eines aromatischen Kerns, der Mischungen geschmacklich zusammenführt und ihnen eine warme, runde Grundlage gibt, ohne andere Kräuter zu überdecken. Besonders häufig ist Fenchel im Themenfeld Verdauung zugeordnet und dort in mehrere Rezepturen eingegliedert. Er taucht zum Beispiel in Tee Nr. 61 und Tee Nr. 62 auf. In solchen Kombinationen steht Fenchel häufig neben weiteren aromatischen Früchten und ausgewählten Blattkräutern und wird als verbindendes Element geführt. Darüber hinaus findet man Fenchel auch im Themenfeld Atemwege, etwa in Tee Nr. 33. Plausibel wird diese breite Einsetzbarkeit über das Stoffprofil: Fenchelfrüchte sind reich an ätherischem Öl, geprägt vor allem durch Anethol und weitere Begleitstoffe, ergänzt durch Flavonoide. Diese Aromatik macht Fenchel in Mischungen vielseitig, weil er sowohl geschmacklich trägt als auch mit vielen Kräutertypen gut zusammenspielt. Qualität bei Kräuter & Wege Bei uns wird in kleinen Chargen gearbeitet, damit Fenchel und andere Kräuter überschaubar bleiben und sorgfältig geprüft werden können. Jede Partie wird von Hand verarbeitet, sauber etikettiert und aromaschonend verpackt, damit das typische, warme Fenchelaroma möglichst stabil bleibt. Gerade bei aromatischen Früchten ist ein achtsamer Umgang entscheidend, weil die feinen Duftnoten sonst schnell flacher wirken. Wir achten auf eine zuverlässige, sichere Versandabwicklung und auf lichtgeschützte Verpackung, damit Qualität auf dem Weg zu dir nicht verloren geht. Und weil Tee immer auch eine Frage des Wassers ist: Eine gute Grundlage kann die Tasse spürbar runder machen. Wenn du das Thema vertiefen willst, findest du bei uns passende Produkte rund um Wasserbelebung und Wasserfilter.

Inhalt: 100 Gramm (48,00 €* / 1000 Gramm)

4,80 €*
Bio Löwenzahnkraut LöwenzahnBio Löwenzahnkraut Löwenzahn
Bio Löwenzahnkraut Löwenzahn
  Bio Löwenzahnkraut, geschnittenaus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Taraxi Herba, Taraxacum Officinale, Butterblume, Kuhblume, Pusteblume, Märzenbusch, Milchblume, Lichtli, Rörlichchrut, Schmalzblümlein. Teeaufguss: 1-2 Teelöffel Löwenzahntee mit ca. 1/4 l kaltem Wasser übergießen, zum Sieden bringen und 1 Minute kochen. Danach 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Hinweis: Löwenzahntee immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.   Geschmack und Einordnung Löwenzahnkraut hat ein klar krautiges, grünes und leicht bitteres Aroma. Im Aufguss zeigt es eine herbe, frische und erdige Note, die an junge Wiesenkräuter erinnert. Der Geschmack ist weniger blumig als bei Blütenkräutern und weniger würzig als bei klassischen Gewürzkräutern. Seine Stärke liegt in einem geradlinigen, naturbelassenen Kräuterprofil mit deutlicher Bitterstoffprägung. In der Teeküche passt Löwenzahnkraut gut zu Brennnesselblättern, Birkenblättern, Schafgarbenkraut, Pfefferminzblättern, Fenchel, Erdrauchkraut, Kamille, Hagebuttenschalen und Zichorienwurzel. Es bringt Struktur in Mischungen und kann süßliche, fruchtige oder milde Bestandteile geschmacklich ausbalancieren. Als Einzelkraut ist Löwenzahnkraut eher herb und grün, in Mischungen sorgt es für Tiefe und eine typische Wildkräuterlinie. Herkunft und Hintergrund Löwenzahnkraut stammt vom Gewöhnlichen Löwenzahn, botanisch Taraxacum officinale. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und ist in Mitteleuropa eine der bekanntesten Wildpflanzen. Charakteristisch ist die grundständige Blattrosette mit tief eingeschnittenen, gezähnten Blättern. Aus der Mitte wachsen hohle, blattlose Blütenstängel mit leuchtend gelben Blütenköpfchen. Der Löwenzahn ist mit einer kräftigen Pfahlwurzel im Boden verankert. Alle Pflanzenteile führen einen weißen Milchsaft, der bei Verletzung austritt. Nach der Blüte bildet sich der typische kugelige Fruchtstand, der dem Löwenzahn den volkstümlichen Namen Pusteblume eingebracht hat. Die kleinen Früchte tragen feine Flugschirme und werden vom Wind weit verbreitet. Löwenzahn ist in Europa, Asien und vielen weiteren gemäßigten Regionen verbreitet. Er wächst auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern, in Gärten, auf Brachflächen und in lichten Ruderalbereichen. Besonders gut gedeiht er auf nährstoffreichen Böden. Weil er früh im Jahr erscheint und auffällig blüht, gehört er zu den Pflanzen, die den Übergang vom Frühjahr in den Frühsommer sichtbar prägen. Für Tee wird das oberirdische Kraut genutzt, teils auch die ganze Pflanze mit Wurzel oder die Wurzel allein. Löwenzahnkraut wird vor oder während der frühen Blühphase gesammelt und anschließend schonend getrocknet. Gute Schnittware zeigt grüne Blattanteile, eine typische krautige Struktur und einen frischen, leicht herben Geruch. Zu stark zerkleinerte Ware verliert schnell an optischer Klarheit. Der deutsche Name Löwenzahn bezieht sich auf die gezähnten Blätter, die an Zähne erinnern. Auch in anderen Sprachen findet sich dieser Bildvergleich. Der botanische Name Taraxacum wird unterschiedlich gedeutet, während officinale darauf verweist, dass die Pflanze historisch zum Bestand der Apothekenpflanzen zählte. Löwenzahn war zugleich Wildkraut, Futterpflanze, Frühlingskraut und Bestandteil der europäischen Kräuterkultur. Das Pflanzenstoffprofil von Löwenzahnkraut enthält vor allem Bitterstoffe, darunter Sesquiterpenlactone, außerdem Flavonoide, Triterpene, Phenolglykoside, Phenolcarbonsäuren, Kohlenhydrate und Mineralstoffe. Diese Stoffgruppen erklären den typischen herben Charakter des Krautes, ohne daraus eine einzelne Teeaussage abzuleiten. Für Kräutermischungen ist Löwenzahnkraut besonders interessant, weil es ein deutliches Wildkräuterprofil mit grüner Frische und Bitterstofftiefe verbindet. Mythen und Geschichten Löwenzahn gehört zu den Pflanzen, die fast jeder schon als Kind wahrgenommen hat. Aus der gelben Blüte wird die Pusteblume, deren kleine Schirmchen sich mit einem Atemzug lösen lassen. Dieser Wechsel von der leuchtenden Wiesenblume zur fliegenden Samenkugel hat viele volkstümliche Bilder geprägt und macht den Löwenzahn zu einer Pflanze der Verwandlung, Leichtigkeit und Verbreitung. Auch der Name erzählt eine kleine Geschichte. Die gezähnten Blätter erinnerten Menschen an Zähne, woraus im Deutschen der Name Löwenzahn entstand. In anderen Sprachen erscheint ein ähnliches Bild. So wurde aus einer gewöhnlichen Wiesenpflanze ein starkes Symbol: robust, durchsetzungsfähig, sonnenfarben und zugleich flüchtig, sobald die Samen in den Wind steigen. Teemischungen nach Roland Draht Im Buch Tee Therapie mit System nach Roland Draht ist Löwenzahnkraut in mehrere thematisch gegliederte Kräutertees eingebunden. Das Buch ordnet die Mischungen nach Körperbereichen und Themenfeldern. Löwenzahnkraut erscheint darin nicht als isolierte Einzelaussage, sondern als Bestandteil abgestimmter Rezepturen mit Erdrauchkraut, Fenchel, Kamillenblüten, Kümmel, Majoran, Pfefferminzblättern, Schafgarbenkraut und weiteren Kräutern. Besonders deutlich wird Löwenzahnkraut im Buch im Themenfeld Verdauung und Stoffwechsel geführt. Dort ist es unter anderem Bestandteil von Tee Nr. 62. Diese Zuordnung folgt der Systematik des Buches und beschreibt die Rolle von Löwenzahnkraut innerhalb einer breiter aufgebauten Kräutermischung. Auch in einem weiteren Buchbereich taucht Löwenzahnkraut auf, etwa im Themenfeld Bewegungsapparat in Tee Nr. 72. Botanisch passt die wiederholte Einbindung zu seinem Pflanzenstoffprofil mit Bitterstoffen, Flavonoiden, Triterpenen, Phenolglykosiden, Phenolcarbonsäuren und mineralischen Begleitstoffen, ohne daraus eine einzelne Teeaussage oder ein Nutzenversprechen abzuleiten. Qualität bei Kräuter & Wege Bei Kräuter & Wege wird in kleinen Chargen gearbeitet. Löwenzahnkraut wird sorgfältig geprüft, sauber gelagert und von Hand abgefüllt. Wir achten auf ein stimmiges Schnittbild, eine typische grüne Kräuterstruktur und eine aromenschonende Verpackung. Die Ware wird lichtgeschützt behandelt, sauber etikettiert und sicher versendet. Gerade bei krautigen Schnittwaren ist sorgfältige Verarbeitung wichtig, damit Farbe, Struktur und Geruch möglichst gut erhalten bleiben. Für eine ausgewogene Tasse Tee spielt außerdem gutes Wasser eine wichtige Rolle. Deshalb führen wir bei Kräuter & Wege neben Kräutern und Teemischungen auch passende Produkte rund um Wasserbelebung und Wasserqualität.

Inhalt: 50 Gramm (76,00 €* / 1000 Gramm)

3,80 €*