Bio Thymian

Gewicht: 320 g
Produktinformationen "Bio Thymian"

 

Thymian, gerebelt
aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039)

Synonyme:
Thymi Herba, Thymus Vulgaris L., Echter Thymian, Gartenthymian, Gemeiner Thymian, Thymiankraut

Anwendung:
Zur inneren und äußeren Anwendung. Für ein Vollbad werden 100g Thymian mit 1l kochendem Wasser übergossen.15-20 Minuten ziehen lassen und dem Bad zugeben.

Teeaufguss:
1-2 Teelöffel Thymian mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.

Sicherheitshinweis:
Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Bitte beachten: 
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen.

 

Geschmack und Einordnung

Thymian besitzt ein kräftiges, unverwechselbar würziges Aroma. Schon beim Zerreiben des getrockneten Krautes entfaltet sich ein intensiver Duft, der warm, krautig und leicht herb wirkt. Im Tee zeigt sich Thymian aromatisch, würzig und etwas bitter, mit einrantwortlich für dieses ausgeprägte Profil ist vor allem das im Kraut enthaltene ätherische Öl.

In der Teeküche gehört Thymian zu den Kräutern, die einer Mischung bereits in moderater Menge einen deutlich erkennbaren Charakter verleihen können. Er lässt sich gut mit milden Blüten, Fenchel, Anis oder anderen würzigen Kräutern kombinieren. Süßlichere und weichere Komponenten können seine kräftige Würze abrunden, während aromatische Kräuter das vielschichtige Pflanzenprofil weiter ergänzen. Dadurch eignet sich Thymian sowohl als prägende Einzelkomponente als auch für ausgewogene Kräutermischungen mit einem deutlich würzigen Grundton.


Herkunft und Hintergrund

Der Echte Thymian trägt den botanischen Namen Thymus vulgaris L. und gehört zur Familie der Lippenblütler. Er wächst als kleiner, aromatischer Zwergstrauch mit stark verzweigten, teilweise verholzenden Trieben. Seine Blätter sind sehr klein und besitzen häufig einen nach unten eingerollten Rand, wodurch sie beinahe nadelförmig wirken können. Die rosafarbenen bis violetten Blüten stehen in dicht angeordneten Quirlen und erscheinen je nach Standort überwiegend zwischen Juni und September.

Seine ursprüngliche Heimat und sein natürlicher Verbreitungsschwerpunkt liegen im Mittelmeerraum, insbesondere in Regionen zwischen Spanien und Italien. Dort ist Thymian an warme, sonnige und eher trockene Standorte angepasst. Die Pflanze bevorzugt durchlässige Böden und kommt mit vergleichsweise wenig Wasser zurecht. Diese Herkunft prägt bis heute das typische Bild des Thymians als Pflanze sonniger Landschaften, trockener Hänge und mediterraner Kräutergärten.

Bereits im frühen Mittelalter gelangte Thymian über die Alpen nach Zentraleuropa. Heute wird er in zahlreichen europäischen Ländern kultiviert und ist längst nicht mehr nur eine Pflanze des Mittelmeerraums. Für den Kräuterhandel wird Thymian gezielt angebaut, geerntet und nach der Ernte sorgfältig getrocknet. Handelsware stammt unter anderem aus Deutschland sowie aus südlicheren Anbaugebieten wie Spanien und Marokko. Für Thymi herba werden die oberirdischen Pflanzenteile verwendet, insbesondere Blätter und blühende Triebspitzen.

Besonders charakteristisch sind die zahlreichen kleinen Drüsenschuppen auf der Oberfläche der Pflanze. In ihnen befindet sich das ätherische Öl, das beim Zerreiben des Krautes freigesetzt wird und den typischen Thymiangeruch erzeugt. Das Pflanzenstoffprofil umfasst neben ätherischem Öl auch Lamiaceen Gerbstoffe und Flavonoide. Zu den wichtigen Bestandteilen des ätherischen Öls gehören Thymol, p Cymen, Gamma Terpinen und weitere Monoterpene. Je nach Herkunft, Sorte und Bedingungen des Anbaus kann sich die genaue Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden.

Die Bezeichnung Thymi herba steht für das verwendete Thymiankraut. Neben Thymus vulgaris kann für entsprechend definierte Pflanzenqualität auch der Spanische Thymian, Thymus zygis, eine Rolle spielen. Die Qualität von Thymi herba ist im Europäischen Arzneibuch beschrieben. Dies zeigt die lange etablierte Bedeutung des Thymians als standardisiert gehandeltes Pflanzenmaterial und ergänzt seine ebenso lange Tradition als Küchen und Gewürzkraut.

Auch die Namensgeschichte des Thymians reicht weit zurück. Über die genaue Herkunft des Gattungsnamens Thymus gibt es unterschiedliche Deutungen. Eine führt ihn auf das griechische Wort thymos zurück, das mit Mut und Kraft verbunden wird. Eine andere Erklärung sieht einen Zusammenhang mit thymiama, einem griechischen Begriff für Räucherwerk. Diese Deutung passt zur historischen Verwendung aromatischer Pflanzen bei Räucherungen und Brandopfern. Der deutsche Name Thymian entwickelte sich aus dem wissenschaftlichen Gattungsnamen, während das lateinische vulgaris schlicht „gewöhnlich“ bedeutet.


Teemischungen nach Roland Draht

Im Buch Tee Therapie mit System verwendet Roland Draht Thymian in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Kräuterkombinationen. Sein kräftiges, ätherisch würziges Profil wird dort mit zahlreichen anderen Kräutern, Blüten und Samen zu komplexen Rezepturen kombiniert.

Einen deutlichen Schwerpunkt bildet im Buch das Themenfeld Atemwege. Thymian ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 31 und Tee Nr. 32. In den im Buch beschriebenen Mischungen wird Thymian unter anderem mit Fenchel, Anis, Königskerzenblüten, Kamille und weiteren aromatischen Pflanzen kombiniert. Dadurch fügt sich seine kräftige Würze in ein breiteres Kräuterprofil ein.

Ein weiteres Themenfeld des Buches umfasst Drüsen, Lymphe und Abwehr. Auch dort ist Thymian Bestandteil ausgewählter Rezepturen, beispielsweise in Tee Nr. 41. Die Zuordnung folgt der im Buch dargestellten Systematik. Botanisch charakteristisch für Thymian ist vor allem sein Gehalt an ätherischem Öl mit Bestandteilen wie Thymol sowie sein Gehalt an Lamiaceen Gerbstoffen und Flavonoiden. Dieses ausgeprägte Pflanzenstoffprofil prägt insbesondere den intensiven Geruch und Geschmack des Krautes.


Qualität bei Kräuter & Wege

Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit kleinen Chargen und achten auf einen sorgfältigen Umgang mit dem Pflanzenmaterial. Der Thymian wird vor der Abfüllung kontrolliert und anschließend von Hand abgefüllt. Eine aromaschonende Verpackung und eine möglichst lichtgeschützte Lagerung sind gerade bei einem Kraut mit einem ausgeprägten ätherischen Aroma besonders wichtig. Jede Packung wird sauber etikettiert, sicher verpackt und sorgfältig für den Versand vorbereitet.

Auch die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst, wie klar sich die würzigen und ätherischen Geschmacksnoten eines Thymiantees entfalten. Deshalb führen wir neben Kräutern und Teemischungen auch ausgewählte Wasserfilter sowie Lösungen rund um die Wasserbelebung. So können hochwertiges Pflanzenmaterial, geeignetes Wasser und eine sorgfältige Zubereitung zu einem ausgewogenen Teegenuss zusammenfinden.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information über Lebensmittel und deren traditionelle Verwendung. Es handelt sich nicht um Heilaussagen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) und nicht um gesundheitsbezogene Angaben gemäß der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006). Die beschriebenen Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilberufler.

1 von 1 Bewertungen

5 von 5 Sternen


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28. Oktober 2020 11:45

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Nutze ihn als weiteren Zusatz für meinen Bronchialtee. Manchmal auch "solo". Sogar zum Kochen wunderbar, wenn man keinen frischen Thymian hat! Danke vielmals und musikalische Grüße Peter Bengelmann

Accessory Items

Bio AnisBio Anis
Bio Anis
  Anis, Samen, ganz aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Anisi Fructus, Pimpinella Anisum L., Anisfrüchte, Brotsaamen, Süßer Kümmel, Süßer Fenchel, Anis-Bibernelle Teeaufguss: 1-2 Teelöffel zerstossener Anis mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Sicherheitshinweis: Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel. Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen. Geschmack und Einordnung Anis hat dieses unverwechselbare, warm süße Aroma, das viele sofort an Lakritz, Gebäck und mediterrane Küche erinnert. Im Tee wirkt es wie ein weicher Bogen um kräftigere Noten, es rundet Bitterkeit ab, gibt Tiefe und macht Mischungen insgesamt freundlicher, ohne dass es nach Zucker schmeckt. Besonders angenehm ist Anis, wenn die Früchte vor dem Aufguss ganz leicht angestoßen werden, dann öffnet sich der Duft deutlich. In der Teeküche ist Anis ein klassischer Partner für Fenchel und Kümmel, passt aber auch zu Pfefferminze, Melisse oder blumigen Komponenten. Je nach Dosierung bleibt es ein feiner Hintergrund oder übernimmt kurz die Führung. In Mischungen spielt es oft die Rolle eines Aromaträgers, der Kräuterprofile zusammenführt und dem Aufguss eine runde, sanfte Süße verleiht. Herkunft und Hintergrund Anis stammt von Pimpinella anisum, einer einjährigen Doldenpflanze aus der Familie der Apiaceae. Was im Handel als Anis angeboten wird, sind die getrockneten Früchte, im Kräuterhandel häufig auch Anisfrüchte genannt, botanisch gesehen kleine, gerippte Spaltfrüchte. Sie sind graugrün bis bräunlich, trocken, leicht glänzend und geben beim Zerreiben sofort ihren typischen Duft frei. Die Pflanze wächst eher zierlich, mit fein gegliederten Blättern und weißen Blütendolden. Entscheidend für die Qualität ist der Moment der Ernte: Geerntet wird, wenn ein großer Teil der Früchte ausgereift ist, aber noch nicht zu stark ausfällt. In der Praxis werden die Pflanzen oft geschnitten oder ausgerissen, in Bündeln nachgetrocknet und anschließend gedroschen. Danach folgt das Reinigen, wobei Stängelreste und feiner Bruch getrennt werden, damit am Ende ein klares, aromatisches Fruchtbild bleibt. Ursprünglich wird Anis vor allem im östlichen Mittelmeerraum und in Teilen Westasiens verortet. Er braucht Wärme, viel Licht und eher leichte, gut drainierte Böden. Zu feuchte Standorte und kühle Sommer drücken das Aroma. Heute wird Anis in verschiedenen mediterranen Regionen und darüber hinaus kultiviert, häufig dort, wo trockene Sommer und eine sichere Ausreife möglich sind. Für den Handel ist neben dem Anbau auch die sorgfältige Trocknung entscheidend, weil genau hier die Duftstoffe geschützt oder verloren werden. Historisch gehört Anis zu den Gewürzen, die früh über Handelsrouten ihren Weg in Küchen, Vorratskammern und Klostergärten gefunden haben. Er taucht in der europäischen Gewürzgeschichte immer wieder als Duft und Aromageber auf, nicht nur im Tee, sondern auch im Backen, bei Konfekt und in aromatisierten Getränken. Der Geschmack hat dabei eine Art Brückenfunktion, weil er zugleich warm, würzig und mild wirkt und sich sowohl mit süßen als auch mit herben Komponenten verträgt. Sprachlich ist Anis ein gutes Beispiel dafür, wie Gewürznamen über Jahrhunderte wandern. Die Bezeichnung im Deutschen lehnt sich an ältere lateinische und griechische Formen an, die im Laufe der Zeit in verschiedenen Sprachen angepasst wurden. Im Handel ist auch der lateinische Drogenname Anisi fructus verbreitet, der schlicht die verwendeten Früchte bezeichnet. Wichtig ist außerdem die klare Unterscheidung zu Sternanis. Sternanis stammt von einem völlig anderen Pflanzengewächs, sieht sternförmig aus und kommt vor allem aus asiatischen Anbaugebieten. Beide teilen zwar eine sehr ähnliche Aromarichtung, weil ähnliche Duftstoffe eine Rolle spielen, aber Rohstoff, Optik und sensorische Feinheit sind dennoch unterschiedlich. Wer Anis für Tee sucht, erkennt die echten Anisfrüchte an ihrer kleinen, gerippten Form und dem weich süßen, nicht harzigen Duft. Mythen und Geschichten Anis ist ein Gewürz mit Reisebiografie. Schon sehr früh war er Teil jener Aromawelt, die man heute als klassisch mediterran beschreibt, mit Gewürzbrot, Süßspeisen und duftenden Getränken. In Erzählungen rund um alte Küchen und Handelsplätze steht Anis oft stellvertretend für das Feine, Kostbare, das man nicht jeden Tag im Haus hatte, sondern bewusst einsetzte, wenn etwas festlich wirken sollte. Eine besonders schöne Spur führt in die Welt der Anisgetränke: In vielen Regionen rund um das Mittelmeer gibt es Spirituosen, die mit Anis aromatisiert werden. Gibt man Wasser dazu, wird das klare Getränk milchig. Das ist kein Trick, sondern reine Physik der Aromastoffe und wird bis heute als kleines Ritual zelebriert, fast wie ein sichtbares Aufblühen des Duftes im Glas. Auch im Brauchtum rund um Backtage spielt Anis immer wieder eine Rolle. Sein Aroma ist stark genug, um schon in kleinen Mengen präsent zu sein, und dabei freundlich genug, um nicht zu dominieren. Genau deshalb findet man Anis bis heute in traditionellen Rezepten, die nach Zuhause riechen sollen, warm, würzig, ein bisschen nostalgisch. Teemischungen nach Roland Draht Im Teesystem nach Roland Draht wird Anis in verschiedenen Rezepturen eingesetzt, die thematisch gegliedert sind und sich an klassischen Körperbereichen orientieren. Auffällig ist dabei, dass Anis dort nicht als einzelner Solist gedacht ist, sondern als Baustein, der Mischungen abrundet und ihnen ein klares aromatisches Profil gibt. Beispiele dafür sind Rezepturen, die im System dem Themenfeld Atemwege zugeordnet sind, etwa Tee Nr. 31 und Tee Nr. 32. Daneben taucht Anis auch in Mischungen auf, die in Drahts System dem Themenfeld Verdauung zugeordnet sind. Hier steht er häufig zusammen mit weiteren klassischen Gewürzfrüchten, wodurch ein warmes, rundes Tassenbild entsteht. Ein Beispiel ist Tee Nr. 69. Der biologische Hintergrund passt gut zur Rolle als Mischungsbestandteil: Anisfrüchte sind reich an ätherischem Öl, das den charakteristischen Duft prägt, und sie enthalten daneben auch fettes Öl sowie weitere Begleitstoffe. In Rezepturen bringt dieses Profil vor allem eines mit, nämlich eine ausgeprägte, warm süße Aromatik, die Kräuterkompositionen zusammenzieht, Kanten glättet und die Wahrnehmung des Aufgusses harmonischer macht, ohne dass daraus eine Zweckbehauptung abgeleitet werden muss. Qualität bei Kräuter & Wege Bei Anis entscheidet die Frische des Aromas. Gute Anisfrüchte riechen schon im trockenen Zustand klar, süß und warm, ohne muffige oder flache Töne. Wir achten auf ein sauberes Fruchtbild, geringe Bruchanteile und eine schonende Behandlung, damit die ätherischen Duftstoffe nicht unnötig entweichen.  Auch die Verpackung spielt eine Rolle, weil Anis Duft leicht abgibt. Abfüllung in Handarbeit hilft, dass das Produkt in der Tasse so ankommt, wie es gedacht ist. Mit frisch aufgekochtem Wasser treten die süßen, würzigen Noten oft besonders klar hervor.

Inhalt: 100 Gramm (48,90 €* / 1000 Gramm)

4,89 €*
Bio Spitzwegerichkraut SpitzwegerichBio Spitzwegerichkraut Spitzwegerich
Bio Spitzwegerichkraut Spitzwegerich
  Spitzwegerichkraut, geschnittenaus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Plantaginis Lanceolatae Folium, Plantago Lanceolata L., Spitzwegerich, Spitzwegerichblätter, Heilwegerich, Lungenblatt, Wundwegerich Teeaufguss:1-2 Teelöffel Spitzwegerich mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen. Sicherheitshinweis: Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel.Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen!   Geschmack und Einordnung Spitzwegerichkraut besitzt ein eher mildes und zurückhaltendes Geschmacksprofil. Im Aufguss zeigt es eine krautige, leicht herbe Note mit einer dezenten Bitterkeit und einem trockenen, pflanzlichen Charakter. Anders als stark aromatische Kräuter wie Pfefferminze, Thymian oder Salbei tritt Spitzwegerich weder durch intensive ätherische Noten noch durch ausgeprägte Süße hervor. Sein Geschmack bleibt geradlinig und vergleichsweise unaufdringlich. In Kräutermischungen lässt sich Spitzwegerich deshalb vielseitig kombinieren. Er fügt sich gut zwischen aromatische Kräuter, milde Blüten und kräftigere Wurzeln ein, ohne deren Charakter vollständig zu überdecken. Besonders in komplexeren Rezepturen kann seine zurückhaltende Art eine ausgewogene pflanzliche Grundnote unterstützen. Als Einzelaufguss entsteht ein klassisch anmutender Kräutertee mit mild herbem Profil, der vor allem Liebhaber natürlicher und wenig dominanter Kräuternoten anspricht. Herkunft und Hintergrund Der Spitzwegerich trägt den botanischen Namen Plantago lanceolata L. und gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Er ist eine ausdauernde krautige Pflanze und in den gemäßigten Klimazonen weit verbreitet. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst große Teile des gemäßigten Eurasiens, Nordafrika und angrenzende Regionen. Durch seine Anpassungsfähigkeit ist er heute weit darüber hinaus anzutreffen. Typische Standorte sind Wiesen, Weiden, Wegränder und andere offene Flächen. Besonders charakteristisch sind die langen, schmalen und lanzettförmigen Blätter. Sie stehen zahlreich in einer bodennahen Rosette und besitzen mehrere deutlich erkennbare, nahezu parallel verlaufende Längsnerven. Aus der Blattrosette wachsen lange, gefurchte Blütenschäfte empor, die meist deutlich über die Blätter hinausragen. An ihren Enden sitzen dichte, walzenförmige Blütenähren. Während der Blüte ragen die hellen Staubblätter auffällig aus den kleinen Einzelblüten heraus. Die Blütezeit reicht ungefähr von Mai bis September. Die Form der Blätter spiegelt sich unmittelbar im botanischen Namen wider. Das Artwort lanceolata leitet sich vom lateinischen lanceola ab und bedeutet kleine Lanze. Auch der Name Wegerich besitzt einen anschaulichen Hintergrund. Die Gattungsbezeichnung Plantago wird mit dem lateinischen planta für Fußsohle oder Fußfläche in Verbindung gebracht. Gleichzeitig gehören Wegeriche zu den Pflanzen, die seit jeher häufig an Wegen und auf vom Menschen geprägten Flächen wachsen. Der deutsche Name verbindet die Pflanze dadurch eng mit ihrem typischen Standort. Spitzwegerich gehört zu den Pflanzen, die in der europäischen Kräuterkultur seit langer Zeit bekannt sind. Seine weite Verbreitung machte ihn zu einer leicht zugänglichen Wildpflanze, die auf Wiesen und an Wegrändern gesammelt werden konnte. Botanisch wurde Plantago lanceolata bereits 1753 unter diesem heute weiterhin akzeptierten Namen beschrieben. Neben der Wildsammlung entwickelte sich im Laufe der Zeit auch ein gezielter Anbau für den professionellen Kräuterhandel. Für die Handelsware werden die ganzen oder zerkleinerten Blätter und je nach Definition auch Blütenschäfte verwendet. Ein großer Teil der europäischen Handelsware stammt aus Kulturen osteuropäischer Länder, kleinere Mengen werden auch in anderen europäischen Regionen angebaut. Nach der Ernte ist eine sorgfältige Verarbeitung wichtig. Das Pflanzenmaterial wird getrocknet und anschließend je nach Verwendungszweck geschnitten und aufbereitet. Für Spitzwegerichblätter bestehen zudem festgelegte europäische Qualitätsanforderungen. Das Pflanzenstoffprofil des Spitzwegerichs wird vor allem durch Schleimstoffe, Phenylethanoide und Iridoide geprägt. Zu den bekannten Iridoidverbindungen gehört Aucubin. Die Kombination dieser Stoffgruppen unterscheidet Spitzwegerich deutlich von stark ätherisch ölhaltigen Kräutern. Sein botanischer Charakter wird damit weniger von intensiv duftenden Ölen als von einem vielfältigen Profil wasserlöslicher und weiterer pflanzlicher Begleitstoffe bestimmt. Teemischungen nach Roland Draht Im Buch Tee Therapie mit System gliedert Roland Draht seine Kräutermischungen nach verschiedenen Körperbereichen und Themenfeldern. Spitzwegerichkraut taucht innerhalb dieses Buchsystems in mehreren Rezepturen auf und wird dabei mit Blüten, Blättern, Wurzeln, Samen und aromatischen Kräutern kombiniert. Ein deutlich vertretenes Themenfeld des Buches ist Lunge und Atmung. Spitzwegerichkraut ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 31 und Tee Nr. 33. Beide Rezepturen kombinieren Spitzwegerich innerhalb des in Tee Therapie mit System beschriebenen Konzepts mit zahlreichen weiteren Kräutern. Die thematische Zuordnung stammt dabei aus dem Buch und ist als Bestandteil dieses Mischungssystems zu verstehen. Ein weiteres Themenfeld von Tee Therapie mit System ist Nieren und Blase. Auch dort findet sich Spitzwegerichkraut, beispielsweise als Bestandteil von Tee Nr. 53. Auch diese Einordnung folgt dem von Roland Draht beschriebenen Buchsystem und stellt keine eigenständige Aussage über einen gesundheitlichen Nutzen des einzelnen Krautes dar. Botanisch besitzt Spitzwegerich ein charakteristisches Pflanzenstoffprofil mit Schleimstoffen, Phenylethanoiden und Iridoiden wie Aucubin. Diese Stoffgruppen beschreiben die pflanzliche Zusammensetzung des Krautes. Qualität bei Kräuter & Wege Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit unseren Kräutern in kleinen Chargen. Das Spitzwegerichkraut wird sorgfältig geprüft und anschließend von Hand abgefüllt. Dabei achten wir auf ein sauberes Pflanzenmaterial und eine schonende Handhabung der getrockneten Pflanzenteile. Nach der Abfüllung wird das Kraut aromaschonend und lichtgeschützt verpackt, sauber etikettiert und sorgfältig für einen sicheren Versand vorbereitet. Auch das verwendete Wasser beeinflusst, wie sich die feinen Geschmacksnuancen eines Kräuteraufgusses entwickeln. Gerade bei milden und zurückhaltenden Kräutern bildet geschmacklich angenehmes Wasser eine gute Grundlage für die Zubereitung. Ergänzend zu unseren Kräutern führen wir deshalb auch Wasserfilter sowie Produkte zur Wasserbelebung. So lassen sich sorgfältig ausgewählte Kräuter und die Qualität des verwendeten Wassers sinnvoll miteinander verbinden.

Inhalt: 50 Gramm (56,00 €* / 1000 Gramm)

2,80 €*
Bio Tausendgüldenkraut Tausendgülden BitterkrautBio Tausendgüldenkraut Tausendgülden Bitterkraut
Bio Tausendgüldenkraut Tausendgülden Bitterkraut
  Tausendgüldenkraut, geschnitten aus kontrolliert biologischem Anbau aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft (DE-ÖKO 039) Synonyme:Centaurii Minoris Herba, Centaurium Erythraea Rafn, Bitterkraut, Echtes Tausendgüldenkraut, Erdgallenkraut, Fieberkraut, Tausendguldenkraut, Roter Aurin Teeaufguss:1-2 Teelöffel Tausendgüldenkraut mit ca. 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 5-8 Minuten abseihen. Empfohlen wird auch ein Kaltauszug: 1 Teelöffel Tausendgüldenkraut mit 250ml kaltem Wasser übergießen, nach 6-10 Stunden abseihen (gelegentlich umrühren). Jeweils vor den Mahlzeiten 1 Tasse erwärmen und trinken. Sicherheitshinweis: Immer mit kochendem Wasser aufgießen und mindestens 5 Minuten ziehen lassen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel. Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Bitte beachten: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann die Abbildung vom gelieferten Produkt abweichen!   Geschmack und Einordnung Tausendgüldenkraut gehört geschmacklich zu den ausgesprochen bitteren Kräutern. Seine charakteristische Bitterkeit steht deutlich im Vordergrund und prägt einen Teeaufguss bereits in vergleichsweise kleinen Mengen. Das Aroma selbst ist eher zurückhaltend, krautig und wenig süßlich. Dadurch entsteht ein klarer, herber Pflanzencharakter, der sich deutlich von milden Blütenkräutern oder stark aromatischen Gewürzpflanzen unterscheidet. In Kräuterteemischungen eignet sich Tausendgüldenkraut besonders als gezielt eingesetzte Bitterkomponente. Fenchel, Kümmel oder Süßholzwurzel können die intensive Herbe geschmacklich abrunden, während Pfefferminze oder andere aromatische Kräuter zusätzliche Frische einbringen. Wegen seines markanten Profils muss Tausendgüldenkraut eine Mischung nicht mengenmäßig dominieren, um geschmacklich wahrnehmbar zu sein. Gerade diese ausgeprägte Bitterkeit macht das Kraut in der klassischen Teeküche zu einem charakteristischen Bestandteil komplexer Kräuterkombinationen. Herkunft und Hintergrund Das Echte Tausendgüldenkraut trägt den botanischen Namen Centaurium erythraea Rafn. s.l. und gehört zur Familie der Enziangewächse. Die Bezeichnung s.l. bedeutet, dass die Art im weiteren Sinne verstanden wird und mehrere eng verwandte Formen umfasst. Die Pflanze ist zweijährig und bleibt mit einer Höhe von meist etwa 30 Zentimetern vergleichsweise zierlich. Im ersten Jahr bildet sie zunächst eine bodennahe Blattrosette. Erst im zweiten Jahr entwickelt sich der verzweigte Stängel mit den auffälligen rosaroten Blüten. Die Blüten stehen zahlreich zusammen und besitzen eine typische röhrenförmige Gestalt mit fünf Zipfeln. Ihre intensive rosarote Färbung hat auch im botanischen Namen Spuren hinterlassen. Das Artepitheton erythraea verweist auf die rötliche Blütenfarbe. Nach der Blüte entstehen längliche Kapselfrüchte, die zahlreiche sehr kleine Samen enthalten. Die Hauptblütezeit liegt in den Sommermonaten und reicht gewöhnlich von Juli bis September. Tausendgüldenkraut ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Sein Vorkommen reicht vom Mittelmeerraum bis zu den Britischen Inseln und nach Skandinavien. Darüber hinaus kommt die Pflanzengruppe auch in Teilen Nordafrikas, Westasiens und Nordamerikas vor. Damit besitzt Centaurium erythraea ein großes geografisches Verbreitungsgebiet. Trotz der zarten Erscheinung ist die Pflanze dadurch in sehr unterschiedlichen Regionen der gemäßigten Klimazonen bekannt geworden. Für die Gewinnung von Tausendgüldenkraut werden die oberirdischen Teile der blühenden Pflanze genutzt. Dazu gehören Stängel, Blätter und Blüten sowie in geringem Umfang junge Kapselfrüchte. Nach der Ernte wird das Pflanzenmaterial getrocknet und für die weitere Verarbeitung geschnitten oder zerkleinert. Im europäischen Kräuterhandel sind traditionell Herkünfte aus Südosteuropa sowie aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika beschrieben. Eine sorgfältige Ernte und Trocknung sind wichtig, damit die typische Struktur des Krautes und sein charakteristisches Bitterstoffprofil erhalten bleiben. Botanisch steht Tausendgüldenkraut in enger Verwandtschaft zu anderen Enziangewächsen, einer Pflanzenfamilie, in der ausgeprägte Bitterstoffprofile häufig vorkommen. Für Centaurium erythraea sind vor allem Bitterstoffe vom Secoiridoidtyp charakteristisch. Sie bestimmen wesentlich den intensiven Geschmack des Krautes und erklären, weshalb bereits geringe Anteile in einer Kräutermischung sensorisch deutlich wahrnehmbar sein können. Die Qualität von Centaurii herba ist auch im Europäischen Arzneibuch beschrieben, was die lange Bedeutung des Krautes im europäischen Pflanzenhandel unterstreicht. Neben seiner botanischen Geschichte besitzt Tausendgüldenkraut eine besonders interessante Namensgeschichte. Sowohl der wissenschaftliche Gattungsname Centaurium als auch der deutsche Name führen weit zurück in die europäische Kultur und Sprachgeschichte. Aus antiken Vorstellungen, lateinischen Wortdeutungen und späteren volkstümlichen Übertreibungen entstand schließlich der ungewöhnliche Name Tausendgüldenkraut, der bis heute zu den einprägsamsten deutschen Pflanzennamen gehört. Mythen und Geschichten Der Name Centaurium wird mit dem griechischen Begriff für die Kentauren in Verbindung gebracht. In der antiken Überlieferung galten diese sagenhaften Wesen nicht nur als Bewohner wilder Wald und Berglandschaften, sondern wurden teilweise auch mit besonderem Wissen über Pflanzen und Kräuterkunde verbunden. Diese Vorstellung prägte die Namensgeschichte der Pflanzengattung und verbindet das eher unscheinbare Tausendgüldenkraut bis heute sprachlich mit der Welt antiker Mythen. Auch der deutsche Name hat eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Eine Erklärung führt ihn auf die lateinischen Worte centum aurei, also hundert Goldstücke, zurück. Daraus entwickelte sich zunächst die Bezeichnung Hundertguldenkraut. Die außergewöhnliche historische Wertschätzung der Pflanze führte später offenbar zu einer sprachlichen Steigerung: Aus hundert wurden tausend Gulden und schließlich das heutige Tausendgüldenkraut. Der Name ist damit weniger eine botanische Beschreibung als ein sprachliches Zeugnis dafür, welchen besonderen Stellenwert Menschen der Pflanze früher zuschrieben. Teemischungen nach Roland Draht Im Buch Tee Therapie mit System verwendet Roland Draht Tausendgüldenkraut in mehreren Kräuterkombinationen des Themenbereichs Verdauung und Stoffwechsel. Dabei wird das intensiv bittere Kraut mit verschiedenen aromatischen, milden und ebenfalls bitter geprägten Pflanzen kombiniert. Ein Schwerpunkt liegt im Buch auf dem Themenfeld Magen und Verdauung. Tausendgüldenkraut ist dort beispielsweise Bestandteil von Tee Nr. 61 und Tee Nr. 62. In diesen vom Buch beschriebenen Rezepturen trifft es unter anderem auf Fenchel, Kümmel, Kamille, Pfefferminze und Süßholzwurzel. Dadurch wird seine ausgeprägte Bitterkeit in ein breiteres geschmackliches Kräuterprofil eingebettet. Ein weiteres Themenfeld innerhalb dieses Buchkapitels ist die Verdauungsbalance. Hier taucht Tausendgüldenkraut beispielsweise in Tee Nr. 65 auf. Auch diese Einordnung folgt der Systematik und Rezeptur des Buches. Aus botanischer Sicht ist besonders das charakteristische Bitterstoffprofil des Tausendgüldenkrauts hervorzuheben. Prägend sind Bitterstoffe vom Secoiridoidtyp, die den intensiven, herb bitteren Charakter des Krautes bestimmen. Diese Pflanzenstoffe erklären seine geschmacklich markante Rolle innerhalb komplexer Kräutermischungen, ohne daraus eine konkrete Wirkung für die jeweilige Rezeptur abzuleiten. Qualität bei Kräuter & Wege Bei Kräuter & Wege arbeiten wir mit kleinen Chargen und achten auf eine sorgfältige Kontrolle des Pflanzenmaterials. Das Tausendgüldenkraut wird vor der Abfüllung geprüft, von Hand abgefüllt und aromaschonend verpackt. Eine möglichst lichtgeschützte Lagerung unterstützt den sorgfältigen Umgang mit dem getrockneten Kraut bis zur Bestellung. Anschließend wird jede Packung sauber etikettiert, sicher verpackt und für den Versand vorbereitet. Auch das verwendete Wasser beeinflusst, wie sich ein Kräutertee geschmacklich in der Tasse entfaltet. Gerade bei einem charakterstarken Bitterkraut wie Tausendgüldenkraut kann eine gute Wasserqualität zu einem klaren und ausgewogenen Geschmackserlebnis beitragen. Deshalb bieten wir neben Kräutern und Teemischungen auch ausgewählte Wasserfilter und Lösungen rund um die Wasserbelebung an. So lassen sich Pflanzenqualität, Wasser und sorgfältige Zubereitung sinnvoll miteinander verbinden.

Inhalt: 50 Gramm (70,00 €* / 1000 Gramm)

3,50 €*